1.000-Euro-Bonus für Geringverdiener: Steuerfrei und ohne Abzüge ab Juli
Lukas Franke1.000-Euro-Bonus für Geringverdiener: Steuerfrei und ohne Abzüge ab Juli
Bald gibt es einen steuerfreien Bonus von bis zu 1.000 Euro für Geringverdiener mit staatlicher Grundsicherung
Arbeitnehmer mit niedrigem Einkommen, die Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch beziehen, sollen künftig einen neuen steuerfreien Bonus von bis zu 1.000 Euro erhalten. Die von der Ampelkoalition unterstützte Maßnahme zielt darauf ab, den Übergang in den Arbeitsmarkt zu erleichtern. Arbeitgeber können diese zusätzliche Zahlung gewähren, ohne dass sie sich auf Löhne oder Sozialleistungen der Beschäftigten auswirkt.
Der Bonus ist Teil umfassender Reformen des Sozialsystems: Ab Juli löst das neue Grundsicherungsmodell das bisherige Bürgergeld ab. Die Neuregelung fällt unter das Sozialgesetzbuch II (SGB II) und legt fest, wie Leistungen künftig verteilt werden. Anspruch auf die Zusatzzahlung haben Beschäftigte, die trotz Arbeit auf staatliche Unterstützung angewiesen sind.
Die Unionsfraktionen von CDU/CSU und die SPD haben sich auf den Gesetzesentwurf verständigt, der voraussichtlich bald den Bundestag passieren wird. Beide Seiten argumentieren, der Bonus stehe in der Tradition früherer Hilfsprogramme wie den Corona-Soforthilfen oder der Inflationsausgleichsprämie. Auch das von der SPD geführte Finanzministerium befürwortet die Pläne und verweist auf die positiven Erfahrungen mit früheren steuerfreien Zuschüssen.
Anders als reguläres Einkommen wird die 1.000-Euro-Zahlung nicht auf staatliche Leistungen angerechnet. Begünstigte können den vollen Betrag behalten – zusätzlich zu Lohn und Grundsicherung. Arbeitgeber erhalten damit die Möglichkeit, ihren Beschäftigten über das Gehalt hinaus eine finanzielle Entlastung zu bieten.
Die neue Regelung tritt mit der Einführung des Grundsicherungssystems im Juli in Kraft. Berechtigte Arbeitnehmer erhalten den Bonus, ohne dass ihnen staatliche Leistungen gekürzt werden. Die Entscheidung der Bundesregierung knüpft an frühere Programme an, die Haushalte mit geringem Einkommen entlasten sollten.






