12 Jahre Haft für brutalen Mord an 84-Jähriger in Kehl
Ein 24-jähriger Deutscher ist zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden, nachdem er eine 84-jährige Frau in ihrer Wohnung ermordet hatte. Das Landgericht Offenburg sprach ihn eines brutalen Übergriffs schuldig, der Raub, Vergewaltigung und Ersticken umfasste. Der Prozess fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, da bei dem Angeklagten Schizophrenie diagnostiziert wurde.
Die Tat ereignete sich im vergangenen Jahr in Kehl im Ortenaukreis. Der Mann drang über eine unverschlossene Balkontür in die Wohnung des Opfers ein, mit der Absicht, Wertgegenstände zu stehlen. Im Inneren der Wohnung griff er die Frau an, würgte sie, schlug sie mit einem Gehstock und einem Stein, bis sie das Bewusstsein verlor.
Nachdem er sie bewusstlos geschlagen hatte, vergewaltigte er sie. Er knebelte sie mit ihrer eigenen Unterwäsche, was schließlich zu ihrem Erstickungstod führte. Im Anschluss an die Tat nahm er ihre Bankkarte an sich und tätigte damit kleinere Einkäufe in Kehl und Offenburg, bevor die Polizei ihn festnahm.
Die Ermittler konnten den Täter über DNA-Spuren überführen, die bereits aus früheren, weniger schweren Straftaten in den Akten waren. Er wurde kurz nach den Einkäufen am Offenburger Bahnhof festgenommen. Das Gericht wertete Habgier, Heimtücke und die Absicht, weitere Straftaten zu begehen, als erschwerende Umstände. Seine Schizophrenie-Erkrankung wurde jedoch als mildernder Faktor bei der Strafzumessung berücksichtigt.
Der Angeklagte erhielt eine zwölfjährige Haftstrafe wegen Mordes in Verbindung mit Raub und sexualisierter Gewalt. Seine DNA aus früheren Delikten spielte eine entscheidende Rolle bei seiner Ergreifung. Aufgrund seines psychischen Zustands wurde der Prozess nicht öffentlich verhandelt.






