22-Jähriger wegen NS-Verherrlichung auf Telegram zu Bewährung verurteilt
Amelie Krüger22-Jähriger wegen NS-Verherrlichung auf Telegram zu Bewährung verurteilt
Ein 22-jähriger Mann aus Chabarowsk ist wegen der Verherrlichung des Nationalsozialismus verurteilt worden, nachdem er im November 2023 Nachrichten auf Telegram veröffentlicht hatte. Das Gericht sprach ihn nach russischem Recht schuldig, weil er Hitlers Verantwortung für Kriegsverbrechen leugnete und nationalsozialistische Ideologie verbreitete.
Der Angeklagte hatte Inhalte gepostet, die nationalsozialistische Handlungen rechtfertigen und Hitlers Rolle bei Verbrechen gegen die Menschlichkeit verharmlosen sollten. Zudem äußerte er Unterstützung für ukrainische NS-Kollaborateure und zeigte eine positive Haltung gegenüber nationalsozialistischer Symbolik. Sachverständige führten sprachwissenschaftliche sowie historisch-politische Gutachten durch, die die Rechtswidrigkeit seiner Beiträge bestätigten.
Das Gericht stellte fest, dass die Tat durch nationale Feindseligkeit und Hass verschärft wurde. Als mildernde Umstände wurden jedoch das junge Alter des Mannes, sein Geständnis sowie seine Kooperation mit den Ermittlern gewertet. Diese Aspekte flossen in die endgültige Strafzumessung ein.
Der Verurteilte erhielt eine zweijährige Bewährungsstrafe sowie ein 1,5-jähriges Verbot, Inhalte im Internet zu veröffentlichen. Das Urteil folgt einem Verfahren, das sowohl die Schwere der Straftat als auch die Reue des Angeklagten berücksichtigte. Die Auflagen sollen die weitere Verbreitung extremistischen Gedankenguts verhindern.






