Aida Cruises trotzt Krisen und setzt auf Rekordwachstum ohne Treibstoffzuschläge
Lukas FrankeAida Cruises trotzt Krisen und setzt auf Rekordwachstum ohne Treibstoffzuschläge
Deutschlands größter Kreuzfahrtveranstalter Aida Cruises blickt trotz globaler Spannungen optimistisch in die Zukunft. In einem aktuellen Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung wies Konzernchef Felix Eichhorn Bedenken zurück, die Nahost-Krise könnte sich auf die Buchungszahlen auswirken. Zudem bestätigte das Unternehmen, nach der Buchung keine zusätzlichen Treibstoffzuschläge für Kunden erheben zu wollen.
Eichhorn betonte die Widerstandsfähigkeit der Branche und verwies darauf, dass die Nachfrage das Angebot mittlerweile übersteige. Der Hauptengpass für das Wachstum liege nicht im Kundeninteresse, sondern in der Verfügbarkeit von Schiffen. Allein in Deutschland haben Kreuzfahrtpassagiere kürzlich die Marke von drei Millionen überschritten – mit weiter steigender Tendenz.
Seit 2019 hat die Branche einen deutlichen Aufschwung erlebt und bedient heute 30 Prozent mehr Gäste als vor der Pandemie. Dieses Wachstum übertrifft sogar den Landtourismus. Aida Cruises selbst rechnet in den kommenden Jahren mit über vier Millionen Gästen pro Jahr.
Obwohl die Treibstoffkosten schwanken, wirken sie sich auf Kreuzfahrtunternehmen weniger stark aus als auf Airlines. Eichhorn erklärte, das Unternehmen habe sich nicht gegen Preisschwankungen abgesichert, vertraue aber auf seine finanzielle Stabilität. Für die Zukunft prognostizierte er, dass das Jahr 2026 noch erfolgreicher werde als 2025.
Aida Cruises wird an seiner aktuellen Preispolitik festhalten und keine nachträglichen Treibstoffaufschläge erheben. Der Fokus bleibt darauf, die stark steigende Nachfrage zu bedienen, während die Passagierzahlen weiterhin Rekorde brechen. Mit keinerlei Anzeichen einer Abschwächung scheint der Kreuzfahrtmarkt kurzfristig weiter auf Expansionskurs zu liegen.






