Baukostenexplosion in Deutschland: Warum Wohnungen immer teurer werden
Lukas FrankeBaukostenexplosion in Deutschland: Warum Wohnungen immer teurer werden
Baukosten in Deutschland steigen weiter – Wohnungsbau gerät unter Druck
Die Baukosten in Deutschland klettern weiterhin in die Höhe und belasten die Entwicklung neuer Wohnungen. Thomas Reimann, Präsident des Hessischen Bauindustrieverbands, warnt, dass strengere Vorschriften und steigende Materialpreise das Bauen zunehmend unerschwinglich machen.
Reimann verweist insbesondere auf verpflichtende Auflagen wie die vorgeschriebenen Stellplätze für Mehrfamilienhäuser, die die Kosten in die Höhe treiben. Als Gegenbeispiel nennt er Länder wie Schweden und Belgien, wo weniger Regulierung zu niedrigeren Baukosten führe.
Materialpreise explodieren Die Preise für Baumaterialien sind querbeet gestiegen: Stahl, Beton, Dämmstoffe und erdölbasierte Folien kosten deutlich mehr als noch vor einigen Jahren. Der Ukraine-Krieg trieb die Baukosten 2022 zeitweise um über 15 Prozent in die Höhe. Selbst heute liegen die Preise noch drei bis fünf Prozent über dem Niveau vor dem Iran-Konflikt.
Hinzu kommen zusätzliche Belastungen: Allein das Aufstellen von Kränen ist teurer geworden, da die Dieselpreise für den Transport gestiegen sind. Da keine schnelle Entlastung in Sicht ist, fordert Reimann die Politik auf, gegenzusteuern und die Kosten zu senken, um Wohnungsbauprojekte zu unterstützen.
Keine Besserung in Sicht Die Kosten für den konventionellen Wohnungsbau sind bereits 2024 und 2025 um etwa drei Prozent gestiegen – und der Trend hält ungebremst an. Experten befürchten, dass die bezahlbare Wohnraumversorgung der Zukunft damit weiter in Gefahr gerät.
Sollte sich an der Preisspirale nichts ändern, droht der Wohnungsbau in Deutschland weiter zu stocken. Ohne politische Kurskorrekturen, so Reimanns Warnung, bleibe Bauen für Investoren wie für künftige Eigentümer schlicht zu teuer.






