Berlin verschärft Schulkontrollen: Mehr Tests und härtere Fehlzeitenregeln
Amelie KrügerBerlin verschärft Schulkontrollen: Mehr Tests und härtere Fehlzeitenregeln
Berliner Schulen führen strengere Leistungs- und Anwesenheitskontrollen ein
Der Berliner Senat hat einen Entwurf zur Änderung des Schulgesetzes verabschiedet, der häufigere standardisierte Tests und schärfere Regeln bei unentschuldigten Fehlzeiten vorsieht. Die Neuerungen sollen die Bildungsqualität verbessern und das Problem unerklärlicher Abwesenheiten angehen.
Künftig werden Schülerinnen und Schüler regelmäßigere Leistungenbewertungen durchlaufen. Zwischen 2021 und 2025 wurden die standardisierten Tests in Berliner Schulen bereits von jährlichen Überprüfungen in den Klassenstufen 3 und 8 auf halbjährliche Evaluierungen für die Stufen 2 bis 10 ausgeweitet. Geprüft werden Fächer wie Mathematik, Deutsch und Englisch, wobei zunehmend digitale Testformate zum Einsatz kommen.
Der Gesetzentwurf zielt zudem auf das Problem der Schulschwänzerei ab. Bei häufigen unentschuldigten Fehlzeiten können Schülerinnen und Schüler verpflichtet werden, einen Amtsarzt aufzusuchen. Ausgenommen sind chronisch kranke Kinder; im Fokus stehen Fälle, in denen Schulverweigerung auf eine mögliche Kindeswohlgefährdung hindeuten könnte.
Neben der Leistungsüberwachung umfasst der Entwurf weitere zentrale Bereiche: Er regelt den Übergang auf weiterführende Schulen, den Einsatz von künstlicher Intelligenz im Unterricht sowie digitale Systeme für Klassenbücher, Zeugnisse und Schülerausweise. Der Senat hat den Entwurf nun an das Abgeordnetenhaus zur Debatte und endgültigen Abstimmung überwiesen.
Falls das Gesetz verabschiedet wird, stehen Berliner Schulen vor tiefgreifenden Veränderungen. Häufigere Tests und strengere Anwesenheitsregeln sollen Lernrückstände früher erkennen und sicherstellen, dass Schülerinnen und Schüler die nötige Förderung erhalten. Die Reformen treiben zudem die Digitalisierung voran und schaffen klarere Vorgaben für Schulübergänge.






