Brandenburg verdoppelt Wohneigentumsförderung trotz sinkender Baugenehmigungen
Lukas FrankeBrandenburg verdoppelt Wohneigentumsförderung trotz sinkender Baugenehmigungen
Brandenburg geht mit neuen Fördermitteln und Politikänderungen gegen Wohnungsmangel vor
Die Landesregierung will die Zuschüsse für selbstgenutztes Wohneigentum verdoppeln und setzt gleichzeitig den Schwerpunkt auf den sozialen Mietwohnungsbau. Diese Maßnahmen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die genehmigten Wohneinheiten 2025 im Vergleich zum Vorjahr um fast 12 Prozent zurückgingen.
Die SPD/CDU-Koalition hat angekündigt, den Wohnungsbau zu beschleunigen und die Unterstützung für Haushalte mit niedrigem und mittlerem Einkommen auszuweiten. Besonders junge Familien sollen stärker gefördert werden, wenn sie ein Eigenheim bauen – ein zentraler Baustein der Bemühungen, die Wohnkosten zu senken. Dennoch sank die Zahl der genehmigten Wohnungen in Brandenburg 2025 auf 7.962, ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr.
Bundestrends und regionale Initiativen Bundesweit stiegen die Baugenehmigungen für Wohnungen 2025 im Vergleich zu 2024 um 10,8 Prozent, im Januar 2026 folgte ein weiterer Anstieg um 8,4 Prozent. Auch Nachbarregionen handeln: Berlin hat 26.630 Quadratmeter für geförderten Wohnungsbau reserviert – das entspricht 30 Prozent der Neubauten. In Teltow, an Brandenburg angrenzend, sind 100 bis 400 neue Wohneinheiten durch Reihenhäuser und Nachverdichtung geplant.
Die Modernisierungsagenda der Bundesregierung, die am 4. Dezember 2025 eingeführt wurde, zielt darauf ab, Planungs- und Genehmigungsverfahren für zentrale Wohnprojekte zu beschleunigen. Brandenburg bleibt indes beim sozialen Mietwohnungsbau als Grundpfeiler seiner Wohnungsbaustrategie.
Förderung und schnellere Genehmigungen für Eigentümer und Mieter Mit der Aufstockung der Landesmittel und kürzeren Bearbeitungszeiten richtet sich das Land an Käufer wie Mieter. Angesichts steigender Genehmigungszahlen auf Bundesebene passen sich Brandenburgs Maßnahmen dem übergeordneten Trend an. Das Ziel: den jüngsten Rückgang bei den Baugenehmigungen umkehren und den Druck auf dem Wohnungsmarkt verringern.






