Bundesnetzagentur leitet 77 Zwangsverfahren wegen verzögerter Smart-Meter-Einführung ein
Greta WolfBundesnetzagentur leitet 77 Zwangsverfahren wegen verzögerter Smart-Meter-Einführung ein
Deutschlands Einführung intelligenter Stromzähler liegt hinter dem Zeitplan – Regulierungsbehörde leitet Maßnahmen ein
Die Bundesnetzagentur hat 77 Zwangsverfahren gegen Unternehmen eingeleitet, die das gesetzlich vorgeschriebene Ziel von 20 Prozent installierter intelligenter Messsysteme bis Ende 2025 nicht erreichen. Den Firmen drohen nun Bußgelder, falls sie ihre Verpflichtungen nicht zeitnah erfüllen.
Nach dem Messstellenbetriebsgesetz sind grundzuständige Messstellenbetreiber verpflichtet, intelligente Messsysteme einzubauen. Das Gesetz sieht vor, dass bis Ende 2025 mindestens 20 Prozent der Haushalte damit ausgestattet sein müssen; langfristig soll der Anteil bis 2032 auf 90 Prozent steigen. Viele Unternehmen haben die erste Frist jedoch verpasst.
Die Bundesnetzagentur wird Zwangsgelder verhängen, deren Höhe sich an den individuellen Gegebenheiten der jeweiligen Unternehmen orientiert. Auch die finanzielle Leistungsfähigkeit fließt in die Bemessung der Strafen ein. Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, betonte, dass die Behörde die Vorgaben konsequent durchsetzen werde.
Weitere Aufsichtsverfahren sind geplant, insbesondere gegen kleine und mittlere Unternehmen, die die 20-Prozent-Marke nicht erreicht haben. Die Bundesnetzagentur wird die Umsetzung in den kommenden Jahren weiter überwachen, um die Einhaltung der Vorgaben sicherzustellen.
Unternehmen, die die Anforderungen bei der Einführung intelligenter Zähler nicht erfüllen, müssen nun mit rechtlichen Konsequenzen rechnen. Die Bundesnetzagentur wird jeden Fall einzeln prüfen, bevor sie Bußgelder verhängt. Das langfristige Ziel von 90 Prozent Ausstattungsgrad bis 2032 bleibt bestehen.






