23 March 2026, 08:06

Bundeswehr lockt mit Führerschein-Förderung und höherem Sold für längere Dienstzeiten

Ein Buch, das bunte deutsche Militäruniformen mit detaillierten Helmen, Gewehren und anderen Waffen zeigt.

Bundeswehr lockt mit Führerschein-Förderung und höherem Sold für längere Dienstzeiten

Die deutsche Bundeswehr hat zum 1. Januar 2026 ein neues Wehrdienstmodell eingeführt. Zu den Neuerungen gehört eine finanzielle Unterstützung für den Führerschein – im Gegenzug für längere Dienstverpflichtungen. Männer, die 2008 oder später geboren wurden, müssen sich nun für eine mögliche Musterung registrieren, der Dienst selbst bleibt jedoch freiwillig.

Das überarbeitete System bietet zwei Optionen: einen freiwilligen Wehrdienst von sechs bis elf Monaten oder eine zeitlich befristete Verpflichtung von zwölf Monaten oder länger. Wer sich für die längere Dienstzeit entscheidet, erhält erweiterte Ausbildungsmöglichkeiten und eine höhere Vergütung. Zeitsoldatinnen und -soldaten verdienen etwa 2.700 Euro brutto im Monat, freiwillige Rekruten rund 2.600 Euro.

Um längere Dienstzeiten attraktiver zu machen, übernimmt die Bundeswehr nun einen Teil der Kosten für den Führerschein. Wer sich für mindestens zwölf Monate verpflichtet, kann bis zu 3.500 Euro für den Pkw-Führerschein (Klasse B) oder 5.000 Euro für den Lkw-Führerschein beantragen. Die Streitkräfte betreiben 20 spezielle Ausbildungszentren, in denen jährlich etwa 13.000 Soldatinnen und Soldaten das Fahren lernen. Zudem werden Zusatzqualifikationen wie Stapler- oder Militärfahrzeugführerscheine angeboten.

Militärische Fahrerlaubnisse können später in zivile Führerscheine umgewandelt werden, wobei das Verfahren von den örtlichen Vorschriften abhängt. Stand 23. März 2026 liegen noch keine öffentlichen Zahlen vor, wie viele Soldatinnen und Soldaten das Förderprogramm seit seiner Einführung genutzt haben.

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Das neue Modell verknüpft finanzielle Anreize mit längeren Dienstzeiten und zielt darauf ab, die Rekrutierung und die berufliche Qualifizierung zu stärken. Die Soldatinnen und Soldaten erwerben dabei anerkannte Abschlüsse, während die Bundeswehr ihre Personalbasis festigt. Langfristige Auswirkungen auf die Einstellungszahlen bleiben abzuwarten.

Quelle