07 April 2026, 04:05

Collien Fernandes und Caren Miosga kämpfen gegen digitale Gewalt und Deepfake-Missbrauch

Ein Mann im Anzug und Krawatte spricht in ein Mikrofon an einem Rednerpult, wahrscheinlich zur Genehmigung eines Gesetzes durch die Regierung, das den Internetgebrauch verbietet.

Collien Fernandes und Caren Miosga kämpfen gegen digitale Gewalt und Deepfake-Missbrauch

Schauspielerin Collien Fernandes hat enthüllt, dass sie Ziel gefälschter Online-Profile wurde, die ihren Namen und ihr Bild missbrauchten. Die Profile enthielten Deepfake-Videos, KI-generierte Inhalte und erotische Geschichten, die den Anschein erweckten, von ihr selbst zu stammen. Unterdessen wies die Journalistin Caren Miosga auf systemische Versäumnisse im Umgang mit digitaler Gewalt in ganz Deutschland hin.

Fernandes sprach offen über die Fake-Accounts, auf denen ihr Gesicht in explizite Videos montiert worden war. Sie betonte, dass solche Angriffe nicht nur Prominente beträfen – jede Frau könne zum Opfer werden. Die Resonanz auf ihre Schilderungen war enorm: Zehntausende forderten besseren Schutz und rechtliche Konsequenzen.

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Die Schauspielerin schlug strengere Maßnahmen vor, darunter klare gesetzliche Regelungen, Schulungen für Polizei und Justiz, Präventionsprogramme an Schulen sowie härtere Strafen für Täter. Als Vorbild nannte sie Spanien, wo systematische Fortbildungen für Behörden und Schulen sicherstellen, dass Opfer ernst genommen werden.

Bei einer separaten Veranstaltung diskutierte Journalistin Caren Miosga mit Justizministerin Stefanie Hubig über das übergeordnete Problem der digitalen Gewalt. Miosga bezeichnete es als systemisches Versagen, verursacht durch unklare Zuständigkeiten zwischen Tech-Plattformen, Strafverfolgungsbehörden und Gerichten. Sie forderte längere Meldefristen für Missbrauchsfälle, sensiblere Ermittlungen und klarere rechtliche Rahmenbedingungen. Beide waren sich einig, dass Opfer dringend schnelleren und wirksameren Beistand benötigen.

Die Fälle offenbaren gravierende Lücken in Deutschlands Umgang mit digitaler Gewalt. Fernandes und Miosga fordern Reformen – von Gesetzesänderungen bis hin zu besseren Schulungen für Behörden. Ohne konkrete Schritte droht Opfern weiterhin, auf unbestimmte Zeit ohne ausreichenden Schutz zu bleiben.

Quelle