Deutsche Bahn überwindet jahrelangen Fachkräftemangel in Stellwerken
Lukas FrankeDeutsche Bahn überwindet jahrelangen Fachkräftemangel in Stellwerken
Deutsche Bahn erreicht Meilenstein bei Personalmangel in Stellwerken
Der staatliche Bahnkonzern Deutsche Bahn hat einen wichtigen Schritt zur Behebung des langjährigen Fachkräftemangels geschafft. Bis Dezember 2025 stellte das Unternehmen rund 2.200 neue Stellwerksmitarbeiter ein – ein Plus von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit ist die Personaldecke bundesweit erstmals wieder vollständig geschlossen.
Jahre lang hatten anhaltende Personalknappheit bei Stellwerkspersonal zu massiven Verspätungen und Zugausfällen im deutschen Schienennetz geführt. Die Probleme zogen scharfe Kritik privater Bahnbetreiber und Branchenverbände nach sich, während die Bundesnetzagentur die Deutsche Bahn wiederholt wegen der Versäumnisse mit Bußgeldern belegte.
Seit Anfang 2026 hat sich die Lage jedoch grundlegend gewandelt: Der Konzern verzeichnet nun im Bundesdurchschnitt eine hundertprozentige Personalauslastung bei Stellwerksmitarbeitern. Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO, räumte ein, dass eine vollständige Personaldecke ein "ungewöhnlich hoher Standard" sei – vereinzelte Engpässe könnten dennoch auftreten.
Auch die Bundesnetzagentur nimmt die Fortschritte zur Kenntnis. Nach früheren Drohungen mit weiteren Sanktionen sieht die Behörde nun "klare Anzeichen einer Besserung". Die Einstellungsoffensive der Deutschen Bahn, kombiniert mit Bemühungen zur Modernisierung der Stellwerkstechnik, zeigt offenbar Wirkung.
Mit nun voll besetzten Stellwerken will die Bahn weiterhin Fachkräfte gewinnen. Zudem soll die Aufrüstung der Steuerungssysteme beschleunigt werden. Die Maßnahmen folgen auf Jahre der Störungen und regulatorischen Drucks wegen Personalmangels.






