Deutsche Bahn verschärft Sicherheitsvorkehrungen gegen Gewalt in Regionalzügen
Greta WolfDeutsche Bahn verschärft Sicherheitsvorkehrungen gegen Gewalt in Regionalzügen
Deutsche Bahn führt neue Sicherheitsmaßnahmen gegen Gewalt in Regionalzügen ein
Die Deutsche Bahn (DB) reagiert mit verschärften Sicherheitsvorschriften auf die zunehmende Gewalt in ihren Regionalzügen. Der Schritt folgt anhaltenden Vorfällen und einer uneinheitlichen Entwicklung bei Übergriffen im ganzen Land. Zwar sank die Zahl der Angriffe 2025 bundesweit um sieben Prozent, in einigen Regionen stieg sie jedoch deutlich an.
Das Unternehmen testet nun neue Technologien, Schulungskonzepte und Personalstrategien, um die Sicherheit von Mitarbeitenden und Fahrgästen zu erhöhen.
Schutzwesten, Deeskalationstrainings und KI-Überwachung DB Regio führt ab Juli stabilsichere Westen für das Servicepersonal ein. Parallel wird ein verpflichtendes Deeskalationstraining eingeführt, das künftig auch ein Modul zum selbstbewussten Auftreten in Konfliktsituationen umfasst. Alle betroffenen Beschäftigten müssen die Schulung bis August absolvieren.
Bereits im Einsatz sind Körperkameras, deren abschreckende Wirkung sich in Berichten bestätigt hat. Zudem prüft das Unternehmen den Einsatz von KI, um Echtzeit-Aufnahmen aus den Zügen automatisch auf Konflikte zu analysieren. Ein Pilotprojekt in Bremen zeigte, dass das System technisch machbar ist und den Datenschutzbestimmungen entspricht.
Mehr Personal in Risikogebieten Zu den neuen Maßnahmen gehören auch „1-zu-1-Begleitungen“ und die Doppelbesetzung von Servicekräften in besonders gefährdeten Regionen. Ralf Damde, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der DB Regio AG, setzt sich dafür ein, die „Tandem-Streifen“ dauerhaft einzuführen. Harmen van Zijderveld, Vorstandsvorsitzender von DB Regio, betonte, dass Sicherheit und Respekt unverhandelbar seien: „Angst hat in unseren Zügen keinen Platz.“
Die Maßnahmen zielen darauf ab, Gewalt vorzubeugen und die Reaktionszeiten der Sicherheitskräfte zu verkürzen. Mitarbeiter erhalten zusätzlichen Schutz und Schulungen, während KI und Körperkameras die Überwachungsmöglichkeiten erweitern. In den kommenden Monaten will das Unternehmen die Wirkung der Änderungen evaluieren.






