Drei Brüder revolutionieren den elterlichen Hof mit kollektivem Konzept
Lukas FrankeDrei Brüder revolutionieren den elterlichen Hof mit kollektivem Konzept
Drei Brüder in Niedersachsen übernehmen den elterlichen Hof mit einem ungewöhnlichen Konzept. Lasse, Malte und Jan Ole Oestmann werden den Betrieb gemeinsam führen – und teilen sich dabei sowohl die Arbeit als auch die Verantwortung. Ein solches Modell der kollektiven Bewirtschaftung ist in der modernen Landwirtschaft nach wie vor eine Seltenheit.
Der Oestmannsche Familienbetrieb in Rethen umfasst rund 650 Hektar Ackerland, eine Mastschweinehaltung mit 5.000 Tieren sowie eine Biogasanlage mit 1,8 Megawatt Leistung. Die Brüder haben nun vereinbart, die Aufgaben untereinander aufzuteilen, wobei jeder einen eigenen Schwerpunkt innerhalb des Betriebs übernimmt.
Während die meisten Höfe traditionell an einen einzigen Erben übergeben werden, führen hier alle drei Geschwister den Betrieb gemeinsam fort. Ihre Entscheidung spiegelt einen wachsenden Trend zu kooperativen Betriebsmodellen in der Landwirtschaft wider – auch wenn solche Lösungen noch immer die Ausnahme sind.
Künftig werden die Brüder die täglichen Abläufe auf dem Hof gemeinsam steuern. Ihr Ansatz könnte einen nachhaltigen Weg aufzeigen, um große Familienbetriebe effizient und zukunftsfähig zu erhalten. Der Generationswechsel markiert damit ein neues Kapitel für den Oestmann-Hof in Rethen.






