EU setzt 200 Millionen Euro für neue Nukleartechnologien ein – Macron treibt Atomkraft voran
Lukas FrankeEU setzt 200 Millionen Euro für neue Nukleartechnologien ein – Macron treibt Atomkraft voran
Die Europäische Union will die Förderung neuer Nukleartechnologien mit 200 Millionen Euro an Bürgschaften für private Investoren ausbauen. Der Schritt erfolgt, während der französische Präsident Emmanuel Macron eine stärkere finanzielle Unterstützung der Kernenergie in ganz Europa vorantreibt. Er argumentierte, dass die Atomkraft dieselbe Förderung erhalten sollte wie erneuerbare Energien.
Macron äußerte sich auf einem kürzlichen Energiegipfel und betonte die Notwendigkeit einer schnelleren Entwicklung kleiner modularer Reaktoren. Dabei verwies er auf Fortschritte in den USA, Kanada und China als Vorbilder, denen Europa folgen solle. Gleichzeitig forderte er eine vertiefte Energiezusammenarbeit innerhalb des Kontinents sowie die Schaffung eines einheitlichen Strommarkts ohne CO₂-Emissionen.
Die EU-Mittel stammen aus den Erträgen des europäischen Emissionshandels. Unterdessen kritisierte die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, Länder, die aus der Kernenergie aussteigen, und bezeichnete dies als einen "strategischen Fehler". Die 200-Millionen-Garantie soll private Investitionen in Nuklearprojekte der nächsten Generation anregen.
Die finanzielle Unterstützung der EU unterstreicht ein stärkeres Bekenntnis zur Kernenergie als Teil ihrer Klimaziele. Da Macron eine Gleichbehandlung von Atomkraft und Erneuerbaren fordert, könnte die Förderung die Reaktorentwicklung beschleunigen. Der Plan spiegelt zudem das Bestreben nach größerer Energieunabhängigkeit und engerer Zusammenarbeit in Europa wider.






