27 April 2026, 04:38

Frauentag in Mexiko: Tausende fordern Ende der Femizide und Gerechtigkeit für Opfer

Plakat mit der Aufschrift "Täter von mexikanischer Drogenhandelsgewalt" in schwarzer Schrift auf einem hellblauen Hintergrund, das Bilder von verschiedenen Personen mit ernsten Gesichtern in einem weißen Rahmen zeigt.

Frauentag in Mexiko: Tausende fordern Ende der Femizide und Gerechtigkeit für Opfer

Tausende Frauen gingen am Internationalen Frauentag in ganz Mexiko auf die Straße, um Gerechtigkeit für die Opfer von Femiziden und ein Ende der geschlechtsspezifischen Gewalt zu fordern. Die Proteste vereinten Schülerinnen, Arbeiterinnen, Mütter und Großmütter in einer kraftvollen Demonstration der Solidarität gegen systematische Misshandlung und Straflosigkeit.

In Cuernavaca im Bundesstaat Morelos startete der Marsch an der Autonomen Universität des Bundesstaates Morelos (UAEM) und endete am Kreisverkehr von Tlaltenango. Die Demonstrantinnen gedachten der beiden kürzlich getöteten UAEM-Studentinnen Kimberly und Karol und skandierten Parolen gegen die Rektorin der Universität, Viridiana León Hernández. Ihr werfen sie vor, die Unsicherheit auf dem Campus nicht zu bekämpfen und wiederholte Forderungen nach Maßnahmen ignoriert zu haben.

Am Kreisverkehr schlossen sich den Protestierenden Gruppen von Müttern an, die nach vermissten Angehörigen suchen, sowie Studentinnen aus dem gesamten Bundesstaat. Die Menge verurteilte die Staatsbehörden, Abgeordnete und die Justiz, weil sie die Aufklärung von Gewalt gegen Frauen verzögern und blockieren. Viele trugen Schilder und riefen Forderungen nach Respekt für die Körper und Rechte der Frauen.

Die Demonstrationen beschränkten sich nicht auf Cuernavaca – landesweit forderten Frauen dringende Maßnahmen, um Femizide und sexuelle Übergriffe zu stoppen. Die Teilnehmerinnen betonten die Notwendigkeit von Rechenschaftspflicht und strukturellen Veränderungen, um Frauen vor der anhaltenden Gewalt zu schützen.

Die Proteste zeigten die wachsende Frustration über die ungebremste Gewalt und die langsame Justiz für die Opfer. Familien von Femizid-Opfern sowie Aktivistinnen kämpfen weiterhin für Reformen und besseren Schutz. Ihre Forderungen richten sich an die Behörden, die durch konkrete Schritte weitere Tragödien verhindern müssen.

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