Gefahrgut-Lkw auf A2 gestoppt: Sicherheitsmängel lösen Großeinsatz aus
Greta WolfGefahrgut-Lkw auf A2 gestoppt: Sicherheitsmängel lösen Großeinsatz aus
Lkw mit Gefahrgut auf A2 bei Vlotho-West gestoppt – Sicherheitsmängel führen zu Sperrungen und Großeinsatz
Ein Lastwagen, der gefährliche Stoffe transportierte, wurde auf der Autobahn A2 in Höhe der Ausfahrt Vlotho-West angehalten, nachdem Autofahrer gemeldet hatten, dass das Fahrzeug ohne funktionierende Beleuchtung unterwegs war. Die Polizei stellte bei der Kontrolle mehrere Verstöße gegen Sicherheitsvorschriften fest, woraufhin ein Gefahrguteinsatz eingeleitet und die Straße gesperrt werden musste.
Auslöser des Vorfalls waren Hinweise von Verkehrsteilnehmern, die einen Lkw in Richtung Hannover gemeldet hatten, dessen Rücklichter nicht leuchteten und der lediglich mit Warnblinklicht fuhr. Eine Streife der Autobahnpolizei Herford ortete das Fahrzeug und wies es an der Ausfahrt Vlotho-West von der Autobahn.
Bei der anschließenden Überprüfung stellten die Beamten fest, dass der Lkw Natriumfluorid – einen gefährlichen Stoff – geladen hatte. Am Fahrzeug fehlten die vorgeschriebenen Gefahrgutkennzeichen, zudem waren die Rückleuchten defekt. Einer der transportierten Fässer war unsachgemäß gesichert: Die Palette war beschädigt, das Fass selbst eingedellt. Die Behörden sperrten umgehend einen Radius von 50 Metern ab und alarmierten die Feuerwehr.
Die Einsatzkräfte begannen mit der Dekontamination des Fahrers sowie eines Polizisten, der mit dem Lkw in Kontakt gekommen war. Derzeit wird der Inhalt des instabilen Fasses in einen sicheren Auffangbehälter umgefüllt, um Austritte zu verhindern. Die Ermittler haben bereits mindestens vier Verstöße gegen Gefahrgutvorschriften bestätigt; weitere Vergehen könnten sich nach Auswertung der digitalen Fahrtschreiberdaten ergeben.
Der Lkw wurde als nicht verkehrssicher eingestuft und darf seine Fahrt nicht fortsetzen. Das Fahrzeug bleibt vorerst gesperrt, während die Rettungskräfte die gefährliche Ladung sichern. Sowohl der Fahrer als auch der eingesetzte Beamte wurden bereits dekontaminiert. Die Behörden prüfen weiterhin die Fahrzeugunterlagen, um mögliche zusätzliche Sanktionen zu klären.






