Gefährliches Tomatenvirus in Sibirien entdeckt – Vier-Tonnen-Lieferung wird vernichtet
Amelie KrügerGefährliches Tomatenvirus in Sibirien entdeckt – Vier-Tonnen-Lieferung wird vernichtet
Eine vier Tonnen schwere Tomatenlieferung aus China wurde mit einem gefährlichen Pflanzenvirus infiziert aufgefunden. Die Entdeckung erfolgte in einem Zolllager im sibirischen Krasnojarsk und löste umgehend Maßnahmen der russischen Behörden aus. Die kontaminierte Partie soll nun vernichtet werden, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
Die befallenen Tomaten waren im vorübergehenden Zolllager Agroterminal-Tamozhnya in Krasnojarsk eingelagert. Der russische Agraraufsichtsdienst Rosselchosnadsor bestätigte das Vorhandensein des Tomaten-Braunen Kräusel-Frucht-Virus (Tomato brown rugose fruit virus). Dieser Erreger breitet sich rasant aus und kann innerhalb einer Woche ganze Gewächshausbestände vernichten.
Das Virus überträgt sich durch direkten Kontakt zwischen Pflanzen oder über verunreinigte Werkzeuge, Hände und Kleidung. Selbst der Boden kann den Erreger weitergeben. Auch bestäubende Insekten wie Bienen und Hummeln tragen zur Verbreitung bei. Aufgrund der hohen Widerstandsfähigkeit des Virus haben die Behörden die Vernichtung der Tomaten durch Verbrennung angeordnet.
Die infizierte Lieferung wird zerstört, um einen möglichen Ausbruch zu stoppen. Das Virus stellt eine ernste Bedrohung für lokale Tomatenkulturen dar, da es sich schnell vermehrt und unter verschiedenen Bedingungen überlebt. Russische Beamte überwachen die Lage genau, um sicherzustellen, dass es zu keiner weiteren Kontamination kommt.






