Glasfaser-Internet in Großbritannien: Hohe Kosten und Wissenslücken bremsen den Ausbau
Amelie KrügerGlasfaser-Internet in Großbritannien: Hohe Kosten und Wissenslücken bremsen den Ausbau
Eine aktuelle Umfrage offenbart gespaltene Einstellungen gegenüber Glasfaser-Internet in Großbritannien. Zwar nutzen mittlerweile fast ein Drittel der Haushalte die Technologie, doch viele sehen sich weiterhin mit Hürden bei der Einführung konfrontiert. Die im März 2026 durchgeführte Studie nennt vor allem Kosten, Installationsprobleme und mangelnde Aufklärung als zentrale Bedenken.
Die zwischen dem 9. und 11. März 2026 erhobene Befragung umfasste 1.001 Teilnehmer ab 18 Jahren. Demnach verfügen 29 Prozent der Haushalte bereits über einen Glasfaseranschluss. Allerdings zeigten 61 Prozent derjenigen ohne Vertrag kein Interesse an einem Wechsel.
Als Gründe für die Zurückhaltung nannten 28 Prozent der Befragten die hohen monatlichen Kosten als Hauptabschreckung. Weitere 27 Prozent verwiesen auf unerwartete Installationsgebühren, während der gleiche Anteil Verzögerungen beim Netzausbau oder technische Probleme während der Einrichtung beklagte. Zudem gaben 20 Prozent zu, die Funktionsweise der Glasfasertechnik nicht zu verstehen.
Verbraucherschutzorganisationen verzeichnen jährlich Tausende Beschwerden zum Thema Glasfaserzugang. Trotzdem erklärten 74 Prozent der Umfrageteilnehmer, ihr aktueller Internetanschluss erfülle ihre Anforderungen. Lina Ehrig, Leiterin des Teams Digitale Welt und Medien beim Verband der Verbraucherzentralen (vzbv), betonte jedoch, dass Glasfaser unverzichtbar sei, um die Internetinfrastruktur zukunftssicher zu gestalten.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Verbreitung von Glasfaser zwar zunimmt, aber nach wie vor erhebliche Hindernisse bestehen. Kosten, Installationshürden und Wissenslücken bremsen die flächendeckende Einführung – obwohl Fachleute die langfristigen Vorteile hervorheben. Vorerst scheinen sich die meisten Nutzer mit ihren bestehenden Anschlüssen zufriedenzugeben.






