Grüne attackieren Merz: "Haushaltsmisswirtschaft statt Infrastrukturinvestitionen"
Greta WolfGrüne attackieren Merz: "Haushaltsmisswirtschaft statt Infrastrukturinvestitionen"
In der deutschen Regierungskoalition ist ein neuer Streit über die Staatsausgaben entbrannt. Franziska Brantner, Co-Vorsitzende der Grünen, hat scharf Pläne kritisiert, für die noch offenen Kosten des Iran-Konflikts neue Schulden aufzunehmen. Ihre Äußerungen richteten sich sowohl gegen die Haushaltsmisswirtschaft als auch gegen das Fehlen langfristiger Investitionen in die zentrale Infrastruktur.
Auslöser der Debatte war ein Vorstoß des SPD-Fraktionschefs Matthias Miersch, der vorgeschlagen hatte, weitere Kredite aufzunehmen, um die anhaltenden Belastungen aus dem Iran-Konflikt zu decken. Brantner wies diesen Ansatz zurück und argumentierte, die Regierung verfüge bereits über mehr Mittel als frühere Regierungen, verschwende sie jedoch für kurzfristige Zuwendungen.
Sie warf Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) vor, keine Führung zu zeigen – ihm fehle es sowohl an Mut als auch an klaren Reformplänen. Zudem kritisierte sie die Koalition als handlungsunfähig, zerrissen von internen Streitigkeiten und gefangen in überholten Denkweisen. Wirtschaftsexperten bestätigten ihrer Aussage zufolge, dass Haushaltstricks Gelder von dringend benötigten Bereichen abzogen.
Die Grünen-Co-Chefin betonte, dass wichtige Projekte – Schulen, Straßen und Schienen – vernachlässigt würden. Statt in die Infrastruktur zu investieren, flössen die Mittel ihrer Meinung nach an Interessengruppen. Ihre Kritik erweiterte sie zur allgemeinen Regierungspolitik, die sie als verantwortungslos und rückwärtsgewandt bezeichnete.
Der Konflikt unterstreicht die wachsenden Spannungen in der Koalition über die Finanzpolitik. Brantners Aussagen deuten auf eine tiefe Unzufriedenheit mit der Mittelvergabe hin, insbesondere mit der Abkehr von Infrastrukturinvestitionen. Der Streit setzt Kanzler Merz nun unter Druck, sowohl die Ausgabenprioritäten als auch die Reformblockaden anzugehen.






