Heidenheims emotionaler 2:0-Sieg gegen St. Pauli wird zur Blutkrebs-Kampagne
Amelie KrügerHeidenheims emotionaler 2:0-Sieg gegen St. Pauli wird zur Blutkrebs-Kampagne
Heidenheim sichert wichtigen 2:0-Sieg gegen den FC St. Pauli – und setzt ein Zeichen gegen Blutkrebs
Mit einem entscheidenden 2:0 (0:0) gegen den FC St. Pauli in der Bundesliga hat der 1. FC Heidenheim die akute Abstiegsgefahr vorerst abgewandt. Doch das Spiel wurde auch zu einer Plattform, um auf Blutkrebs aufmerksam zu machen – dank eines emotionalen Tores von Mittelfeldspieler Eren Dinkçi und einer Kampagne zur Förderung von Stammzellspenden.
Dinkçi traf in dem wichtigen Sieg für Heidenheim und widmete seinen Treffer nach dem Torjubel seiner Freundin Cinja, die an Leukämie erkrankt ist. Später erklärte der Spieler, er hoffe, dass das Tor ihr in ihrer schwierigen Therapiephase Freude und Kraft spende.
Der Verein hatte sich bereits mit der DKMS, einer Organisation zur Bekämpfung von Blutkrebs, zusammengetan, um Fans zur Registrierung als potenzielle Stammzellspender zu motivieren. Allein im Umfeld des vorherigen Spiels in Freiburg ließen sich 688 Menschen als mögliche Spender typisieren. Dinkçi und Cinja betonten stets, dass es bei ihrer Initiative nie um persönliche Aufmerksamkeit ging, sondern darum, anderen Betroffenen zu helfen.
Heidenheims Trainer Frank Schmidt lobte nicht nur Dinkçis Leistung auf dem Platz, sondern auch dessen Engagement abseits des Rasens. Er hob die Entschlossenheit des Spielers hervor, das Bewusstsein für Blutkrebs und Bluterkrankungen zu schärfen – während er gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Klassenerhalt der Mannschaft leiste.
Der Sieg gegen St. Pauli verschafft Heidenheim vorerst Luft im Abstiegskampf. Gleichzeitig zeigt die mit Dinkçis Tor verbundene Kampagne bereits Wirkung: Hunderte haben sich als potenzielle Stammzellspender registriert. Cinjas laufende Behandlung bleibt dabei im Fokus – eine Stammzelltransplantation könnte für sie noch in Frage kommen.






