Hettich verschiebt Gehaltserhöhung – Belegschaft stimmt zu, Gewerkschaft protestiert
Greta WolfHettich verschiebt Gehaltserhöhung – Belegschaft stimmt zu, Gewerkschaft protestiert
Der Möbelzulieferer Hettich hat mit seiner Belegschaft eine Vereinbarung getroffen, eine geplante Gehaltserhöhung um ein Jahr zu verschieben. Die Maßnahme soll dem Unternehmen helfen, seine Finanzlage zu stabilisieren – doch die Entscheidung stößt auf Kritik seitens der Gewerkschaft IG Metall. Ursprünglich wäre die Erhöhung nach einem Tarifvertrag mit der IG Metall zum 1. April in Kraft getreten und hätte den Beschäftigten ein Plus von 3,1 Prozent gebracht. Stattdessen erhalten die Mitarbeiter die Anpassung nun erst 2025. Laut Unternehmensangaben stimmten mindestens 90 Prozent der Belegschaft dem Vorschlag zu, die Erhöhung zu verschieben. Hettich hatte die Mitarbeiter zuvor um Zustimmung zu dieser einjährigen Verzögerung gebeten.
Durch die Maßnahme erhofft sich das Unternehmen Einsparungen in Höhe mehrerer Millionen Euro. Geschäftsführer betonten, dass die frei werdenden Mittel zur finanziellen Stabilisierung beitragen sollen. Bisher wurden keine weiteren Sparmaßnahmen angekündigt.
Die IG Metall reagierte scharf auf die Entscheidung und warf Hettich vor, die Belegschaft unter Druck gesetzt zu haben. Die Gewerkschaft kritisierte, dass die Mitarbeiter auf diese Weise unnötige Belastungen tragen müssten. Mit der Zustimmung der Belegschaft kann Hettich nun kurzfristig seine Ausgaben reduzieren und die Liquidität sichern. Gleichzeitig bleibt abzuwarten, wie sich die verschobene Gehaltserhöhung langfristig auf die Mitarbeiterzufriedenheit und die Verhandlungen mit der IG Metall auswirken wird.






