07 April 2026, 08:06

Historischer Tarifdurchbruch: Bauarbeiter erreichen Lohngleichheit in Ost und West

Gruppe von Menschen auf einem Dach, die ein Protestplakat halten, mit einem Baum links und Glasfenstern im Hintergrund.

Historischer Tarifdurchbruch: Bauarbeiter erreichen Lohngleichheit in Ost und West

Bauarbeiter in Deutschland erzielen historischen Tarifdurchbruch nach fast dreiwöchigem Streik

Nach einem fast drei Wochen andauernden Arbeitskampf haben Deutschlands Bauarbeiter einen richtungsweisenden Tarifabschluss erreicht. Die Einigung vereint erstmals die Löhne in Ost und West und beendet damit jahrzehntelange Ungleichheiten seit der Wiedervereinigung. Die Gewerkschaft IG BAU hatte die Forderung nach fairen Löhnen in der Branche vorangetrieben.

Der von der IG BAU organisierte Streik dauerte nahezu drei Wochen, bis schließlich eine Lösung gefunden wurde. Die Verhandlungsführer einigten sich auf eine Lohnerhöhung von 5,3 Prozent für Beschäftigte in Ostdeutschland – ein höherer Zuwachs als die 3,9 Prozent für ihre Kollegen im Westen. Diese Anpassung stellt einen bedeutenden Schritt zur Schließung der seit Langem bestehenden Lohnkluft zwischen den Regionen dar.

Zum ersten Mal seit der Wiedervereinigung vor 35 Jahren gilt nun das Prinzip "Ein Land, ein Lohn, ein Gehalt". Carsten Burckhardt, stellvertretender Vorsitzender der IG BAU, bezeichnete den Abschluss als "historischen Meilenstein" für die Arbeitnehmerrechte. Der aktuelle Tarifvertrag bleibt bis zum 31. März 2027 in Kraft.

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In der deutschen Bauwirtschaft sind bundesweit rund 920.000 Menschen beschäftigt. Davon arbeiten über 600.000 in Westdeutschland, wo die Löhne traditionell höher liegen als im Osten. Die neue Lohnstruktur beseitigt die jahrzehntelangen Unterschiede zwischen ost- und westdeutschen Bauarbeitern. Beschäftigte in den östlichen Bundesländern profitieren künftig von einem schnelleren Lohnwachstum, wodurch sich die Kluft zu ihren westdeutschen Kollegen verringert. Die Vereinbarung gilt für alle 920.000 Beschäftigten der Branche bis 2027.

Quelle