06 May 2026, 21:07

Hunderte protestieren gegen rechtsextreme Verstrickungen eines Kampfsportstudios in Halle

Group of people holding a banner reading "Open the Borders, Save Lives, Fight Fascism" in front of a building with glass windows and a pole, with a bicycle and bag on the road.

Hunderte protestieren gegen rechtsextreme Verstrickungen eines Kampfsportstudios in Halle

In Halle haben Hunderte Menschen am Wochenende gegen ein Kampfsportstudio demonstriert, das in Verbindung mit rechtsextremen Netzwerken steht. Anlass war die Premiere der Gladiator Fight Series in Teutschenthal, bei der auch AfD-Politiker wie Paul Backmund – Kandidat für die anstehende Landtagswahl – sowie weitere Parteimitglieder anwesend waren. Die Proteste richteten sich gezielt gegen die Gladiator Fight Academy, die verdächtigt wird, als Treffpunkt für Rechtsextreme zu fungieren. Vor dem Hauptbahnhöfe Halles skandierten Demonstranten Parolen wie „Nazis raus aus unseren Kiezen“ und forderten die Schließung des Studios. Die Veranstaltung in Teutschenthal zog ein Publikum an, das laut Kritikern stark von rechtsextremen Ideologien geprägt ist.

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Zu den zentralen Figuren der Akademie zählt Theo Weiland, ein bekannter deutscher Kämpfer und ehemaliger Anführer der neonazistischen Gruppe Jungsturm Erfurt. Auch Christopher Henze, dem Verbindungen zur rechtsextremen Hooligan-Szene des 1. FC Lokomotive Leipzig nachgesagt werden, steht in Bezug zur Einrichtung. Zudem wird Hans Krüger, ein Jugendtrainer der Gladiator Fight Academy, mit rechtsextremen Hooligan-Kreisen rund um Energie Cottbus in Verbindung gebracht.

Neben Paul Backmund nahmen auch die AfD-Mitglieder Fabian Jank und Benedikt Weiß an der Premiere der Gladiator Fight Series teil. Die Anwesenheit der Politiker unterstreicht die Kritik an der Vernetzung zwischen der Kampfsportszene und rechtsextremen Strukturen. Die Demonstration zeigt die wachsende Besorgnis über die Verknüpfung von Kampfsportveranstaltungen mit rechtsextremen Milieus. Während die Gladiator Fight Academy weiterhin unter Beobachtung steht, bleibt abzuwarten, wie Behörden und Politik auf die Vorwürfe reagieren werden.

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