28 April 2026, 11:24

Investor Steven Wood fordert Machtwechsel bei der Swatch Group

Altes Aktienzertifikat von Globe Stores der Schweiz mit einer Illustration einer Person, die ein Schild und ein Schwert hält, mit fetter "Globe Stores"-Beschriftung und einer Unterschrift unten.

Investor Steven Wood fordert Machtwechsel bei der Swatch Group

Der US-Investor Steven Wood bewirbt sich erneut um einen Sitz im Verwaltungsrat der Swatch Group. Diesmal hat er eine Reihe von Vorschlägen vorgelegt, die die Unternehmensführung verändern sollen. Sein neuer Vorstoß folgt auf die Ablehnung durch die Gründerfamilie Hayek bei der letzten Hauptversammlung (HV) im vergangenen Jahr.

Wood hat sieben Anträge zur Änderung der Statuten der Swatch Group eingereicht. Eine zentrale Forderung ist die Rückkehr zu Präsenz-Hauptversammlungen statt virtueller Veranstaltungen. Zudem soll Aktionären mit Inhaberaktien das Recht eingeräumt werden, drei Vertreter direkt in den Verwaltungsrat zu wählen.

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Zu seinen Plänen gehört auch, dass die Mehrheit der Verwaltungsratsmitglieder unabhängig sein soll. Ein weiterer Antrag zielt darauf ab, der Vorsitzenden zu verbieten, gleichzeitig eine operative Führungsposition im Unternehmen innezuhaben. Wood kandidiert für eine einjährige Amtszeit im Rat und stellt damit erneut die bestehende Führung infrage.

Die Swatch Group schlägt jedoch mit Andreas Rickenbacher einen eigenen Kandidaten für den Verwaltungsrat vor. Das Unternehmen wies Woods Vorwürfe zurück, gegen schweizerisches Recht zu verstoßen. Die Gründerfamilie Hayek hatte Woods Kandidatur bereits bei der letzten HV abgelehnt – eine erneute kontroverse Abstimmung zeichnet sich ab.

Die anstehende Hauptversammlung wird entscheiden, ob Wood einen Sitz im Verwaltungsrat erhält und ob seine Reformvorschläge angenommen werden. Bei einer Zustimmung könnten die Änderungen die Governance-Struktur der Swatch Group und den Einfluss der Aktionäre grundlegend verändern. Das Ergebnis wird zeigen, wie viel Gestaltungsmacht Wood und andere Investoren über die zukünftige Ausrichtung des Unternehmens haben werden.

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