Kempten wählt neuen Oberbürgermeister nach 30 Jahren CSU-Ära
Kempten wählt nach drei Jahrzehnten erstmals neuen Oberbürgermeister
Christian Schoch von den Freien Wählern hat den langjährigen Amtsinhaber Thomas Kiechle (CSU) in der Stichwahl geschlagen. Das Ergebnis beendet 30 Jahre ununterbrochene CSU-Führung an der Spitze der Stadt.
Die Stichwahl war notwendig geworden, nachdem im ersten Wahlgang kein Kandidat die absolute Mehrheit erreicht hatte. Schoch setzte sich mit 55 Prozent der Stimmen durch, während Kiechle auf 45 Prozent kam. Die Wahlbeteiligung lag bei 43,6 Prozent.
Die CSU stellte den Oberbürgermeister seit 1996, als Ulrich Netzer das Amt von der SPD übernahm. Kiechle, der zwei Amtszeiten absolvierte, ist damit der erste CSU-Oberbürgermeister Kemptens, der nach drei Jahrzehnten die Wahl verlor.
Schochs Sieg bricht die jahrzehntelange Vorherrschaft der CSU in Kempten. Die Freien Wähler übernehmen nun nach einem deutlichen Machtwechsel in der Kommunalpolitik die Führung der Stadt. Die Wende folgt auf einen Wahlkampf, in dem Kiechles zweijährige Amtszeit ein Ende fand.






