"Komediya"-Theater feiert rauschendes Finale mit Odessa-Farce der 1920er
Lukas Franke"Komediya"-Theater feiert rauschendes Finale mit Odessa-Farce der 1920er
Das Theater „Komediya“ in Nischni Nowgorod beendet seine Spielzeit mit einer temperamentvollen musikalischen Farce.„Zwei Hasen auf einmal“ – inszeniert von Anna Feketa – bringt eine klassische Verwechslungskomödie um verpatzte Heiratspläne frisch auf die Bühne. In den lebendigen 1920er-Jahren von Odessa angesiedelt, verbindet die Produktion Humor, Gesang und eine Prise Nostalgie.
Regisseurin und Choreografin Anna Feketa verlegte die Handlung von Kiew nach Odessa und platzierte sie in das pulsierende Jahrzehnt der Goldenen Zwanziger. Die Story dreht sich um das chaotische Doppelspiel zweier Heiratsvermittler, das dem Original treu bleibt, aber mit neuem Charme aufwartet. Bekannte Lieder wie „Bubliki“ und „Alles, was war“ („Vsyo chto bylo“) sind in die Handlung verwoben und verleihen der Farce zusätzliche Wärme.
Im Mittelpunkt steht Pronja, gespielt von Polina Loboda, die als naive Träumerin beginnt, sich aber zu einer Frau entwickelt, die das Glück im echten Leben findet. Maksim Michaljow glänzt als Schwindler Swirid Petrowitsch Golochwastow, der in eine lieblose Ehe mit Gala, dargestellt von Maria Obolenskaja, gezwungen wird. Mittendrin im Wirbel der Ereignisse sticht Olga Konowalowas Khimka als einzige vernünftige Stimme hervor.
Die Inszenierung bietet zudem eine urkomische Parodie auf eine prunkvolle Hochzeit im Hause Silberman. Trotz des ganzen Durcheinanders endet alles mit einem Happy End – auch wenn das Publikum sich fragen mag, ob nicht alles nur eine Illusion ist.
Die letzte Vorstellung von „Zwei Hasen auf einmal“ findet am 2. Juli statt. Die Show balanciert zwischen Slapstick-Humor, eingängiger Musik und nostalgischem Ton. Mit ihrer Mischung aus Farce und Herzlichkeit endet die Spielzeit auf einem Hoch.






