Leerstehende Büros werden zu Wohnungen: So funktioniert das neue Förderprogramm
Lukas FrankeLeerstehende Büros werden zu Wohnungen: So funktioniert das neue Förderprogramm
Ein neues Regierungsprogramm bietet Zuschüsse an, um leerstehende Büroräume in deutschen Großstädten in Wohnungen umzuwandeln. Die Initiative richtet sich an ungenutzte Gebäude in sieben Ballungsräumen, in denen theoretisch bis zu 60.000 Wohnungen entstehen könnten. Investoren erhalten finanzielle Förderung, ohne die Mittel zurückzahlen zu müssen.
Im Fokus stehen beheizte, nicht zu Wohnzwecken genutzte Gebäude, die mindestens den Standard "Effizienzhaus 85 Erneuerbare Energien" erfüllen. Pro Wohneinheit sind Zuschüsse von bis zu 30.000 Euro möglich, maximal 300.000 Euro pro Unternehmen. Ziel ist es, Leerstände zu verringern, das Wohnungsangebot zu erhöhen und klimafreundliche Sanierungen zu fördern.
Doch es gibt Hürden: Die Umwandlung von Büros in Wohnraum erfordert oft kostspielige Umbauten, da Gewerbeimmobilien über keine Wohninfrastruktur verfügen. Zudem haben die gestiegenen Baukosten in den vergangenen Jahren die wirtschaftliche Attraktivität solcher Projekte gemindert.
Trotz des Potenzials haben bis 2026 keine anderen Bundesländer ähnliche Förderprogramme eingeführt. Schätzungen zufolge könnten allein die ungenutzten Büroflächen in den sieben größten Städten Platz für rund 11.000 neue Wohnungen bieten.
Das Programm setzt auf direkte finanzielle Anreize, um den Wohnungsmangel zu lindern und gleichzeitig energetische Sanierungen voranzutreiben. Bei Erfolg könnten Tausende neue Wohnungen in stark nachgefragten Stadtgebieten entstehen. Langfristig hängt der Erfolg jedoch von der Beteiligung der Investoren und der Machbarkeit der Umbauten ab.






