17 April 2026, 17:15

Mexikos Patria-Impfstoff scheitert an Bürokratie und Qualitätsmängeln

Eine Person hält ein Fläschchen mit Covid-19-Impfstoff in der Hand, das mit Text beschriftet ist, mit einem unscharfen Hintergrund.

Mexikos Patria-Impfstoff scheitert an Bürokratie und Qualitätsmängeln

Der mexikanische Impfstoff Patria, entwickelt vom Nationalen Rat für Wissenschaft und Technologie (Conahcyt), sah sich wiederholten Verzögerungen und regulatorischen Hürden ausgesetzt. Trotz anfänglicher Zusagen, den Impfstoff bereits 2021 einzuführen, erhielt er erst im Oktober 2022 die Zulassung – nach monatelangen Schwierigkeiten, die geforderten Teststandards zu erfüllen.

Im Februar 2021 hatte der damalige Präsident Andrés Manuel López Obrador angekündigt, der Patria-Impfstoff werde "in wenigen Wochen" verfügbar sein. Doch das Projekt scheiterte an Produktionsproblemen und konnte die mexikanische Gesundheitsbehörde Cofepris nicht überzeugen. Der damalige Gesundheitsminister David Kershenobich Stalnikowitz bestätigte später diese Rückschläge und räumte ein, dass der Impfstoff die notwendigen Testkriterien nicht erfüllt habe.

Am 11. Februar äußerte sich Präsidentin Claudia Sheinbaum Pardo während einer Morgenpressekonferenz im Nationalpalast zu dem Thema. Sie erkannte die anhaltenden Produktionsschwierigkeiten an und gab bekannt, dass der Impfstoff weiterhin geprüft werde. Parallel sicherte sich Mexiko alternative Lieferverträge, darunter Abkommen mit den Unternehmen Birmex, Liomont und Moderna, um mRNA-Impfstoffe lokal herzustellen.

Die Regierung bestätigte zudem Pläne zum Kauf weiterer COVID-19-Impfdosen von Moderna und anderen internationalen Herstellern. Der unter der Leitung von María Elena Álvarez-Buylla beim Conahcyt entwickelte Patria-Impfstoff hat trotz jahrelanger Entwicklung seine regulatorischen Hindernisse bis heute nicht überwunden.

Die anhaltenden Verzögerungen bei Patria zwangen Mexiko, sich für die COVID-19-Impfkampagne vor allem auf ausländische Lieferanten zu stützen. Da die heimische Produktion nun auf mRNA-Partnerschaften setzt, hat das Land seine Impfstrategie vom problematischen Eigenprojekt abgewandt. Die Zulassung kam spät – doch ob der Impfstoff jemals zum Einsatz kommt, bleibt ungewiss.

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