Mieterbund fordert gerechtere Verteilung der Modernisierungskosten nach Einkommen
Amelie WeberMieterbund fordert gerechtere Verteilung der Modernisierungskosten nach Einkommen
Forderung nach Reform: Mieterverein will Umverteilung der Modernisierungskosten
Der Präsident des Deutschen Mieterbunds, Axel Gedaschko, hat eine Reform der Regelungen gefordert, nach denen Mieter an den Kosten für Sanierungen beteiligt werden. Das aktuelle System belaste alle Mieter gleichermaßen – unabhängig von ihrem Einkommen –, was seiner Ansicht nach ungerecht sei. Stattdessen solle das Einkommen stärker berücksichtigt werden, etwa bei der Finanzierung von Maßnahmen wie der Installation klimafreundlicher Heizsysteme.
Bisher dürfen Vermieter die Kosten für Modernisierungsarbeiten gleichmäßig auf alle Mieter umlegen. Gedaschko kritisierte dies als sozial ungerecht, da es die unterschiedlichen Einkommensverhältnisse ignoriert und Haushalte mit niedrigem Einkommen genauso stark belastet wie wohlhabendere Mieter. Sein Vorschlag sieht ein gestaffeltes Modell vor, bei dem einkommensstärkere Mieter einen größeren Anteil an den Verbesserungen tragen.
Im Mittelpunkt der Debatte stehen vor allem Maßnahmen zur klimagerechten Sanierung von Gebäuden, etwa neue Heizungen oder Dämmungen. Gedaschko drängte die regierende Union aus CDU/CSU und SPD, zügig zu handeln. Eine Verzögerung der Reform würde viele Mieter weiter in Bedrängnis bringen, da sie sich dringend notwendige, aber teure Modernisierungen kaum leisten könnten.
Würde das neue System eingeführt, trägen einkommensstärkere Mieter einen größeren Teil der Kosten – eine Entlastung für Haushalte mit geringeren Einkommen, die mit steigenden Modernisierungsumlagen kämpfen. Der Mieterbund wartet nun auf eine Stellungnahme der Koalition, wie es weitergehen soll.






