Neobroker wie Trade Republic erweitern ihr Angebot – vom Aktienhandel zur Finanzplattform
Amelie KrügerNeobroker wie Trade Republic erweitern ihr Angebot – vom Aktienhandel zur Finanzplattform
Neobroker wie Trade Republic und Scalable Capital haben die Art und Weise revolutioniert, wie Deutsche investieren. Mit ihren günstigen Handelsmodellen trugen sie maßgeblich dazu bei, die Beteiligung am Aktienmarkt auf Rekordniveaus zu steigern. Jetzt erweitern diese Plattformen ihr Angebot um weitere Finanzprodukte, um noch mehr Kunden zu gewinnen.
Zwischen 2020 und 2025 stieg die Zahl der Deutschen, die in Aktien investieren, von 12,7 auf 14,1 Millionen. Ein großer Teil dieses Wachstums geht auf das Konto der Neobroker, die den Kauf und Verkauf von Wertpapieren deutlich günstiger und einfacher gemacht haben. Mit benutzerfreundlichen Apps und minimalen Gebühren bauten sie viele Hürden für Erstinvestoren ab.
Um ihre Nutzer langfristig zu binden, weiten die Unternehmen nun ihre Dienstleistungen aus. Scalable Capital hat etwa Zinskonten eingeführt, die Kunden eine weitere Möglichkeit bieten, ihr Geld zu vermehren. Trade Republic wiederum brachte Kindersparpläne auf den Markt, mit denen Eltern für die Zukunft ihrer Kinder vorsorgen können.
Diese Entwicklung spiegelt einen größeren Trend wider: Neobroker sind längst nicht mehr nur auf den Handel beschränkt. Indem sie Spar- und langfristige Anlageoptionen in ihr Portfolio aufnehmen, streben sie danach, zu vollwertigen Finanzplattformen zu werden – und das alles zu niedrigen Kosten.
Die Erweiterung des Angebots erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem der Wettbewerb unter den Neobrokern immer härter wird. Da immer mehr Deutsche in Wertpapiere investieren, setzen die Plattformen auf neue Funktionen, um ihre Kunden zu halten. Dieser Schritt könnte die traditionellen Bank- und Anlagegeschäfte im Land weiter durcheinanderwirbeln.






