18 April 2026, 00:13

Neue Transparenzregeln für Ladekosten von Elektroautos – doch die Kritik bleibt

Elektroauto-Ladestation in Japan mit Autos, Verkehrskegeln, einer Person auf dem Gehweg, einem Schuppen, Masten, Lichtern, Schildern, Bäumen, Pflanzen und einem Himmel im Hintergrund.

Neue Transparenzregeln für Ladekosten von Elektroautos – doch die Kritik bleibt

Neue Regeln für mehr Transparenz bei Ladekosten für Elektroautos

Ab sofort gelten strengere Vorschriften, um die Preise an Ladesäulen für Elektrofahrzeuge (E-Autos) für Fahrer klarer darzustellen. Die Änderungen sollen sicherstellen, dass alle Kosten vor Beginn des Ladevorgangs offengelegt werden. Doch Branchenverbände äußern Bedenken, wie sich die neuen Regeln in der Praxis umsetzen lassen.

Seit April 2024 schreibt die EU-Verordnung über den Aufbau der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe (AFIR) vor, dass Betreiber von Ladestationen transparente Preise anzeigen müssen. Bisher fehlte Deutschland jedoch die rechtliche Grundlage, um diese Vorgaben durchzusetzen oder Verstöße zu ahnden.

Die nun beschlossene Novelle schließt diese Lücke, indem sie nationales und europäisches Recht angleicht. An Schnellladestationen mit einer Leistung von 50 Kilowatt oder mehr, die nach April 2024 installiert wurden, müssen künftig sämtliche Kostenbestandteile vor dem Ladebeginn angezeigt werden. Bei anderen Ladesäulen ist zunächst der Preis pro Kilowattstunde zu nennen, gefolgt von zeitabhängigen Gebühren und etwaigen Pauschalbeträgen.

Auch Mobilitätsdienstleister sind verpflichtet, alle Preisinformationen – einschließlich möglicher Roaming-Gebühren – digital offenzulegen. Bei Verstößen drohen Bußgelder von bis zu 100.000 Euro, orientiert an einem Modell, das bereits in der Telekommunikationsbranche gilt.

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Während Verbraucherschützer wie der Verband der Verbraucherzentralen (vzbv) die Strafen begrüßen, kritisieren sie, dass die Regeln keine klare Definition für faire Preise vorgeben. Branchenvertreter wiederum sorgen sich um die praktische Umsetzung der vollständigen Preistransparenz.

Die überarbeiteten Vorschriften bedeuten für E-Auto-Fahrer mehr Klarheit über die Kosten vor dem Laden. Betreiber, die gegen die Regeln verstoßen, müssen mit Strafen von bis zu 100.000 Euro rechnen. Dennoch bleibt umstritten, wie die Einhaltung kontrolliert wird und ob die Preise tatsächlich fair sein werden.

Quelle