27 April 2026, 10:40

Öffentliches Laden von E-Autos wird teurer – DKV Mobility führt neue Blockiergebühren ein

Elektrische Ladestation auf einem Parkplatz mit umgebender Infrastruktur, Vegetation und einem bew├Âlktem Himmel.

Öffentliches Laden von E-Autos wird teurer – DKV Mobility führt neue Blockiergebühren ein

Das Aufladen von Elektroautos an öffentlichen Säulen wird komplizierter – und teurer. DKV Mobility hat seine Preismodelle überarbeitet und führt strengere Gebühren für längere Ladevorgänge ein. Die Änderungen, die ab dem 1. Februar 2026 in Kraft treten, werfen Fragen nach Fairness und Transparenz in der Branche auf.

Noch 2019 hatten Energieanbieter wie Maingau und EnBW mit einfacheren Tarifmodellen experimentiert. Ihr Pauschalpreis-Ansatz sollte das Laden von Elektrofahrzeugen (E-Autos) für Fahrer berechenbarer machen. Doch EnBW stieg später aus diesem System aus und ersetzte es durch undurchsichtige Tarife, die Kunden vor Rätsel stellten, was die tatsächlichen Kosten betrifft.

DKV Mobility verschärft die Situation nun mit einer weiteren Regelung. Nach 30 Minuten Ladezeit fällt eine Blockiergebühr von bis zu 12 Cent (brutto) pro Minute an – das ist doppelt so hoch wie bisher und wird selbst dann fällig, wenn das Fahrzeug noch nicht einmal 80 Prozent Ladestand erreicht hat. Das Unternehmen bezeichnet dies als "Fair-Use"-Regelung, doch Kritiker monieren, dass sie reale Ladebegrenzungen ignoriert.

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Die meisten E-Autos mit 400-Volt-Systemen schaffen es nicht, innerhalb von 30 Minuten von 10 auf 80 Prozent aufzuladen. Überschreitet der Ladevorgang die 40-Minuten-Marke, verlangt DKV Mobility den vollen Satz von bis zu 82 Cent (brutto) pro Kilowattstunde – unabhängig vom tatsächlichen Ladezustand der Batterie. Ein wirklich faires System, so die Forderung einiger, müsste die Gebühren an den bereits erreichten Ladestand anpassen.

Die neuen Tarife gelten ab Anfang 2026 und lassen Fahrern kaum Zeit zur Anpassung. Viele müssen nun mit höheren Kosten rechnen, besonders auf Langstrecken, wo Schnellladen unverzichtbar ist. Die Umstellung bei DKV Mobility unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen bei der Ladeinfrastruktur für E-Autos. Besitzer von langsamer ladenden Modellen könnten spürbar höhere Ausgaben haben, vor allem auf Reisen mit mehreren Ladestopps. Ohne klarere Regelungen oder eine Anpassung an die Batteriekapazitäten könnte die finanzielle Belastung manche dazu bringen, ihr Ladeverhalten grundlegend zu überdenken.

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