28 April 2026, 18:13

Ökonom Südekum fordert höhere Steuern für Spitzenverdiener zur Finanzierung der Steuerreform

Plakat mit fetter schwarzer Schrift auf einem weißen Hintergrund, eingerahmt von einem schmalen schwarzen Rand, das "Maganomics: Ein Wirtschaftsplan, der drei Dinge tut: Senkt Steuern noch weiter für die Reichen und große Unternehmen."

Ökonom Südekum fordert höhere Steuern für Spitzenverdiener zur Finanzierung der Steuerreform

Der Ökonom Jens Südekum hat höhere Steuern für Spitzenverdiener gefordert, um die geplanten Reformen der Einkommensteuer zu finanzieren. Ohne diesen Schritt seien Steuersenkungen für Gering- und Mittelverdiener gefährdet, argumentiert er. Seine Vorschläge umfassen zudem Anpassungen bei der Vermögenssteuer sowie vereinfachte Regeln für die Unternehmensbesteuerung, um das System zu entflechten.

Südekum betont, dass eine stärkere Besteuerung der Wohlhabendsten der einzige realistische Weg sei, die Reform zu finanzieren. Eine Senkung der Einkommensteuer für Geringverdiener würde die Staatseinnahmen schmälern – daher seien zusätzliche Finanzquellen unverzichtbar. Die Idee, Steuerausfälle durch Kürzungen bei Subventionen oder Verwaltungskosten auszugleichen, wies er als unrealistisch zurück.

Er wies auch das Argument zurück, höhere Steuern für Topverdiener würden Einzelunternehmer und Personengesellschaften unangemessen belasten. Diese hätten bereits jetzt die Möglichkeit, sich im Rahmen des bestehenden "Optionsmodells" wie Kapitalgesellschaften besteuern zu lassen, so Südekum. Statt pauschaler Sparmaßnahmen schlägt er vor, den Übergang zur Körperschaftsteuer weiter zu vereinfachen, um Bürokratie abzubauen.

Kritisch äußerte er sich zu vagen Sparappellen: Bisher lägen keine konkreten Maßnahmen auf dem Tisch. Sparen erfordere immer klare Entscheidungen – und ohne solche Pläne bleibe die Erhöhung der Steuern für Spitzenverdiener die naheliegendste Lösung.

Südekums Konzepte zielen darauf ab, durch höhere Abgaben für Topverdiener und eine vereinfachte Unternehmensbesteuerung die Finanzierung der Reformen zu sichern. Die geplante Entlastung von Haushalten mit niedrigen und mittleren Einkommen stehe sonst auf der Kippe, warnt er. Ohne diese Änderungen seien die Steuersenkungen für Geringverdiener langfristig nicht tragbar.

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