Petros jagt beim Berlin-Halbmarathon seinen eigenen deutschen Rekord
Lukas FrankePetros jagt beim Berlin-Halbmarathon seinen eigenen deutschen Rekord
Amanal Petros startet am kommenden Sonntag beim Berlin-Halbmarathon mit einem klaren Ziel: Er will seinen eigenen deutschen Rekord brechen. Der 30-jährige Läufer, der letztes Jahr Geschichte schrieb, als er als erster Deutscher die 60-Minuten-Marke unterbot, peilt nun auf der schnellen, flachen Strecke der Hauptstadt eine Zeit noch näher an der 59-Minuten-Grenze an.
Auch Gesa Krause geht an den Start – mit dem Vorhaben, ihre Leistung vom Vorjahr zu verbessern. Damals hatte sie das Tempo in der ersten Rennhälfte falsch eingeschätzt und musste in den letzten Kilometern teuer dafür bezahlen.
Petros stellte den aktuellen deutschen Rekord von 59:31 Minuten im vergangenen Jahr in Berlin auf und ist damit bis heute der einzige Deutsche, der die Ein-Stunden-Marke je durchbrochen hat. In diesem Jahr geht er mit neuem Selbstvertrauen an den Start, nachdem er monatelang in Kenia ein Höhenlagertraining absolviert hat. Auch die Wetterbedingungen spielen ihm in die Karten: Für Sonntag werden Temperaturen zwischen 8 und 9 Grad Celsius vorhergesagt – genau das Klima, das er für optimale Leistungen bevorzugt.
Die Berliner Strecke gilt als eine der schnellsten der Welt, mit kaum nennenswerten Steigungen, die die Läufer bremsen könnten. Petros bezeichnet seine Vorbereitung als die beste seiner Karriere und blickt zuversichtlich darauf, seine Bestzeit anzugreifen.
Krause hingegen geht das Rennen mit einer anderen Strategie an. Im letzten Jahr war sie zu schnell gestartet und in der zweiten Hälfte deutlich eingeknickt, sodass sie ihre Zielzeit verfehlte. Diesmal plant sie ein kontrollierteres Tempo. Ihre Rückkehr zu Bahnwettkämpfen wird allerdings erst Mitte Juni stattfinden, da sie zuvor noch einen verpflichtenden Wehrdienstlehrgang der Bundeswehr absolvieren muss.
Bisher hat noch kein deutscher Athlet einen Halbmarathon in unter 60 Minuten gelaufen – eine Marke, die für die hiesigen Läufer lange als unerreichbar galt. Der Weltrekord des Uganders Jacob Kiplimo (57:32 Minuten) bleibt für die deutsche Konkurrenz in weiter Ferne.
Petros wird versuchen, sich der 59-Minuten-Grenze so weit wie möglich zu nähern und auf dem schnellen Berliner Kurs an seine Leistungsgrenzen zu gehen. Krause wiederum will die Fehler des Vorjahres vermeiden und ein gleichmäßigeres Rennen laufen. Beide stehen vor klaren Herausforderungen, doch die Bedingungen und ihre Vorbereitung deuten darauf hin, dass starke Leistungen in Reichweite sind.






