25 April 2026, 20:07

Protestbündnis gegen rechtsextreme Plattform Nius in Berlin gegründet

Gruppe von Menschen mit einem Banner mit der Aufschrift "├ľffne die Grenzen, rette Leben, bek├Ąmpfe Faschismus" vor einem Geb├Ąude mit Glasfenstern und einem Mast, mit einem Fahrrad und einer Tasche auf der Stra├če.

Protestbündnis gegen rechtsextreme Plattform Nius in Berlin gegründet

Rund 250 Menschen versammelten sich am Samstag in Kreuzberg, um ein Protestbündnis gegen Nius zu gründen – eine rechtsextreme Medienplattform. Die Veranstaltung fand in der Nähe des Dragonerareal-Geländes statt, wo Aktivist:innen gegen den wachsenden Einfluss des Mediums in der Hauptstadt mobilmachen wollten.

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Antifaschistische Kampagnen hatten das Treffen organisiert, um eine Informationsveranstaltung vor Störungen zu schützen. Nius hatte die Initiative "Nein zu Nius" zuvor als "linksradikal" und "steuerfinanziert" diffamiert, während es gleichzeitig eine aggressive Gegenkampagne betrieb.

Die Teilnehmenden diskutierten Strategien, um sich der Plattform zu widersetzen – mit Fokus auf Solidarität, Mobilisierung und direkten Widerstand. Redner:innen kritisierten Nius als "digitale Pranger", der Klischees verbreite und Minderheiten gezielt angreife. Das Medium werde als "Hetze-Plattform" beschrieben, die gezielt die öffentliche Debatte spalten solle.

Hinter Nius steht der Multimillionär Frank Gotthardt, ein Mann mit engen Verbindungen zur CDU. Trotz seiner umstrittenen Inhalte kämpft das Portal mit finanziellen Problemen: 2023 verbuchte es einen Verlust von 13 Millionen Euro und liegt außerhalb der Top 100 der deutschen Onlinemedien.

Die Protestierenden kündigten zudem für die kommenden Wochen eine Kundgebung vor den Nius-Büros in der Ritterstraße an. Die Gründung des Bündnisses markiert den Start einer koordinierten Gegenbewegung gegen die Aktivitäten der Plattform in Berlin. Mit weiteren Aktionen wollen die Organisator:innen die Reichweite von Nius begrenzen und dessen Narrative infrage stellen. Die hohe Teilnehmerzahl zeigt, wie besorgt die Stadtgesellschaft über die Ausbreitung rechtsextremer Medien ist.

Quelle