11 April 2026, 12:06

Reform von Demokratie leben! gefährdet bewährte Projekte und spaltet Politik

Gruppe von Schülern marschiert in Berlin mit einem leuchtend bunten 'Schüler für die Zukunft'-Schild an Gebäuden, Bäumen und Himmel vorbei.

Reform von Demokratie leben! gefährdet bewährte Projekte und spaltet Politik

Pläne zur Reform des Bundesprogramms Demokratie leben! sorgen bundesweit für Besorgnis. Die von Bundesbildungsministerin Karin Prien vorangetriebenen Änderungen sehen das Ende zentraler Programmbausteine vor und setzen stattdessen einen Schwerpunkt auf digitale Demokratiebildung.

Kritik kommt von Oppositionsparteien, Gewerkschaften und Trägern, die vor schweren Einschränkungen der bestehenden Strukturen warnen. Das Programm Demokratie leben! fördert derzeit Hunderten Partnerschaften und Tausende Projekte in ganz Deutschland. Sein Ziel ist es, gesellschaftliche Wirkung zu entfalten und das Gemeinwohl zu stärken. Eine der geförderten Einrichtungen, das Anne-Frank-Bildungszentrum, beobachtet antisemitische Vorfälle im Netz und entwickelt Bildungsmaterialien für unterschiedliche Zielgruppen. Doch nach den neuen Plänen könnte das Zentrum 425.000 Euro an Förderung verlieren – seine Zukunft ist ungewiss.

Ministerin Prien rechtfertigt die Änderungen mit Zweifeln an der Effektivität des Programms. Die Reformen sollen es ihrer Ansicht nach effizienter gestalten und besser an moderne Anforderungen anpassen. Doch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) warnt vor direkten Folgen für Schulen und pädagogische Arbeit. Viele Organisationen müssen sich nun unter verschärften Kriterien neu um Fördergelder bewerben – das schafft weitreichende Verunsicherung.

Scharfe Kritik an den Plänen kommt von Abgeordneten der Grünen, der Linken und der SPD. Die rechtspopulistische AfD hingegen begrüßt den Kurs der Ministerin und vertieft damit die politische Spaltung in der Reformdebatte.

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Durch die Umstrukturierung geraten langjährig etablierte Projekte in Gefahr – darunter auch solche des Anne-Frank-Bildungszentrums. Angesichts von Kürzungen und strengeren Vorgaben steht viele Einrichtungen vor einer unsicheren Zukunft. Während der Widerstand wächst, wird die Diskussion über die Ausrichtung des Programms weitergehen.

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