S11-Ausbau zwischen Köln und Bergisch Gladbach startet 2026 mit massiven Einschränkungen
Greta WolfS11-Ausbau zwischen Köln und Bergisch Gladbach startet 2026 mit massiven Einschränkungen
Die S11-Bahnlinie zwischen Bergisch Gladbach und Köln steht vor einer umfassenden Erweiterung, deren Bauarbeiten voraussichtlich bereits Ende 2030 beginnen sollen. Das 836-Millionen-Euro-Projekt bringt schnellere Verbindungen, neue Haltepunkte und einen barrierefreien Ausbau aller Stationen mit sich. Pendler müssen sich jedoch auf erhebliche Einschränkungen während der Bauphase einstellen, die direkt nach Ostern 2026 startet.
Die Erweiterung umfasst den Ausbau auf zwei Gleise, einen neuen Bahnhof in Köln-Kalk West sowie verlängerte Bahnsteige an wichtigen Knotenpunkten. Der Bahnhof Bergisch Gladbach erhält vier Bahnsteige, während der Kölner Hauptbahnhof und Köln Messe/Deutz jeweils einen zusätzlichen Mittelbahnsteig bekommen. Zudem werden alle Stationen zwischen Köln-Holweide und Bergisch Gladbach stufenlos zugänglich gemacht.
Nordrhein-Westfalen (NRW) steuert 305 Millionen Euro zum Projekt bei, der Bund übernimmt 531 Millionen Euro. Verkehrsminister Oliver Krischer bestätigte, dass die finalen Baugenehmigungen noch in diesem Sommer erwartet werden. Mit dieser Freigabe kann die DB InfraGO Ausschreibungen starten und Gleissperrungen planen.
Nach Fertigstellung wird die S11 im Zehn-Minuten-Takt verkehren, in Stoßzeiten fast alle fünf Minuten. Allerdings gerät der ursprünglich angestrebte Fertigstellungstermin Anfang 2032 durch Überschneidungen mit anderen Großprojekten ins Wanken. Bergisch Gladbachs Erster Bürgermeister Ragnar Migenda räumte die Verzögerungen ein, betonte aber, dass die Arbeiten dennoch bis Ende 2030 beginnen könnten.
Die S11-Erweiterung wird die Kapazitäten und Barrierefreiheit im gesamten Netz verbessern. Langfristig profitieren Pendler von dichteren Takten und modernisierten Bahnhöfen. Kurzfristig müssen sie sich jedoch auf jahrelange baubedingte Sperrungen ab 2026 einrichten.






