23 April 2026, 18:08

Sachsen-Anhalt verbietet AfD-Praktika für Schüler beim Girls' und Boys' Day

Plakat mit der Aufschrift "Kinderaarbeit ist eine nationale Geißel - Sollen wir die Industrie das Land fesseln lassen" in fetter schwarzer Schrift auf einem weißen Hintergrund, das eine vielfältige Gruppe von Menschen zeigt, die gemeinsam stehen.

Sachsen-Anhalt verbietet AfD-Praktika für Schüler beim Girls' und Boys' Day

Schulen in Sachsen-Anhalt haben Schülerinnen und Schülern die Teilnahme an Praktika bei der Landtagsfraktion der AfD untersagt. Die Entscheidung betrifft in diesem Jahr die jährliche Aktion Girls' und Boys' Day, für die über 20 Jugendliche Plätze bei der Partei beantragt hatten. Bildungsminister Jan Riedel unterstützt das Vorgehen und bezeichnet es als notwendig, um demokratische Werte zu schützen.

Hintergrund des Verbots sind Bedenken wegen der politischen Ausrichtung der AfD. Minister Riedel bezeichnete das Programm der Partei als antidemokratisch und menschenverachtend. Zudem verwies er auf die Einstufung der AfD als gesichert rechtsextremistische Organisation und betonte, dass Schulen verfassungsmäßige Grundsätze wahren müssten.

Die AfD weist die Beschränkung als politisch motiviert zurück. Ulrich Siegmund, Fraktionsvorsitzender der Partei, beharrte darauf, dass die Fraktion eine eigenständige juristische Person sei und nicht mit der Partei gleichzusetzen sei. Dennoch bleibt das Verbot für das Praktikumsprogramm bestehen.

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Über 20 Bewerbungen für Praktika bei der AfD-Fraktion waren in diesem Jahr eingegangen. Die Entscheidung verhindert nun, dass die betroffenen Schülerinnen und Schüler an dem Programm mit den Vertretern der Partei teilnehmen können.

Das Verbot wirkt sich unmittelbar auf die diesjährigen Girls'- und Boys'-Day-Praktika aus. Schulen in Sachsen-Anhalt werden künftig keine Schüler mehr zu Arbeitserfahrungen bei der AfD-Fraktion zulassen. Die Landesregierung betont, dass die Maßnahme im Einklang mit ihrer Verantwortung stehe, demokratische Normen zu verteidigen.

Quelle