Schweiz startet mit souveränem 4:0 gegen Frankreich ins olympische Eishockey-Turnier
Amelie KrügerSchweiz startet mit souveränem 4:0 gegen Frankreich ins olympische Eishockey-Turnier
Die Schweiz hat ihre olympische Eishockey-Kampagne mit einem souveränen 4:0-Sieg gegen Frankreich eröffnet. Die überzeugende Vorstellung stand in krassem Gegensatz zu ihren Schwierigkeiten bei den Spielen 2002 in Salt Lake City, als sie gegen denselben Gegner nur ein mühevolles 3:3-Unentschieden erreichte. Diesmal beherrschte das Team die Partie von Anfang bis Ende.
Die Schweizer Mannschaft gab früh den Ton an und agierte mit Fokus und Aggressivität. Ihre Eröffnungphase war präzise und direkt, ließ den Franzosen kaum Raum für Konter. Bis zum Schlusspfiff hatten sie 43 Torschüsse abgegeben – 16 mehr als die 27 Versuche der französischen Mannschaft.
Torhüter Leonardo Genoni lieferte erneut eine herausragende Leistung ab und hielt zum fünften Mal in Folge bei einem großen Turnier über die volle Spielzeit von 60 Minuten ohne Gegentor. Die Abwehr vor ihm stand sicher und ließ Frankreich nie ins Spiel kommen.
Nach dem Spiel zogen weder Andrea Glauser noch Christian Marti Vergleiche zu ihrem jüngsten Ligasieg gegen Ajoie. Die Spieler räumten ein, dass olympische Wettbewerbe eine andere Bedeutung hätten – selbst wenn das Ergebnis an ihre nationalen Erfolge erinnerte. Dennoch sendete das Resultat eine klare Botschaft: Diese Schweizer Auswahl, die heute zehn NHL-Profis in ihren Reihen hat (2002 war es nur einer), ist für größere Herausforderungen gerüstet.
Der 4:0-Erfolg verschafft der Schweiz einen starken Start ins Turnier. Ihre disziplinierte Spielweise und offensive Druckausübung werden entscheidend sein, wenn es weitergeht. Mit einem tieferen und erfahreneren Kader als in den Vorjahren wirkt das Team entschlossen, Überraschungen zu vermeiden und im Wettbewerb weiterzukommen.






