17 April 2026, 08:35

Schweizer Kulturschaffende warnen vor existenzieller Krise durch politische Sparpläne

Zeitungsüberschrift "Deutschlands Neue Jungs Demütigen die Schweizer" mit einem Foto von lachenden Männern in weißen Uniformen, die feiern.

Schweizer Kulturschaffende warnen vor existenzieller Krise durch politische Sparpläne

Schweizer Kulturschaffende sehen sich schweren Bedrohungen ausgesetzt, warnt Suisseculture. Wie die Organisation mitteilt, geraten professionelle Künstlerinnen und Künstler durch die aktuellen politischen Debatten zunehmend unter Druck. Zu den drängendsten Problemen zählen das Milliardensparpaket des Bundes, die Streitigkeiten um die Bilateralen Abkommen III sowie Pläne, die Finanzierung der SRG zu halbieren.

Die Cellistin und Präsidentin von Suisseculture, Estelle Revaz, bezeichnet die Lage als kritisch. Der Zusammenhalt der Kulturschaffenden sei wie ein überdehntes Gummiband – kurz vor dem Reißen. Die Organisation fordert nun dringende Maßnahmen, um die Branche zu schützen.

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Konkrete Forderungen hat Suisseculture in vier zentralen Punkten formuliert: Erstens verlangt sie faire Bezahlung und angemessene Honorare für Kulturschaffende in der gesamten Schweiz. Zweitens pocht die Organisation auf bessere soziale Absicherung, etwa bei Krankheit oder Arbeitsunfähigkeit.

Darüber hinaus betont die Gruppe die Notwendigkeit einer stärkeren Sichtbarkeit: Schweizer Künstlerinnen und Künstler bräuchten verlässliche Auftrittsmöglichkeiten – sowohl im Inland als auch international. Schließlich setzt sich Suisseculture für einen Anschluss an das EU-Programm "Kreatives Europa" ein, um Schweizer Kulturschaffenden den Zugang zu europäischen Fördergeldern und Kooperationen zu ermöglichen.

Die Warnungen von Suisseculture unterstreichen die wachsende Verunsicherung im Schweizer Kultursektor. Ohne politische Kurskorrekturen drohen der Organisation zufolge langfristige Schäden für professionelle Künstler und ihr Schaffen. Die anstehenden politischen Entscheidungen in den kommenden Monaten werden zeigen, ob die Forderungen Gehör finden.

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