24 April 2026, 22:30

Schweizer stimmen über Bargeld-Limit von 100.000 Franken ab – ein Angriff auf die Freiheit?

Alte deutsche Banknote mit schwarzem Hintergrund, die ein Männerporträt zeigt und mit 'Schweiz 25 Pfennig' beschriftet ist und einen Stempel auf der rechten Seite hat.

Schweizer stimmen über Bargeld-Limit von 100.000 Franken ab – ein Angriff auf die Freiheit?

Schweiz stimmt über die "Bargeld-Initiative" ab: Soll es ein Limit von 100.000 Franken geben?

Die Schweiz bereitet sich auf die Abstimmung über die Bargeld-Initiative vor, einen Vorschlag, der Bargeldzahlungen auf 100.000 Schweizer Franken pro Transaktion begrenzen würde. Die Volksabstimmung, die für den 8. März angesetzt ist, hat eine Debatte über finanzielle Freiheit, Kriminalitätsprävention und die Zukunft digitaler Zahlungen ausgelöst.

Befürworter argumentieren, dass die Maßnahme Steuerhinterziehung und Geldwäsche erschweren würde. Gegner hingegen warnen, sie schränke die persönliche Freiheit ein und belaste kleine Unternehmen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Ziel der Initiative: Bargeld begrenzen, Digitalisierung fördern Die Bargeld-Initiative zielt darauf ab, eine gesetzliche Obergrenze für Barzahlungen einzuführen – maximal 100.000 CHF. Ihre Unterstützer sind überzeugt, dass dies Kriminellen die Geldwäsche und Steuerflucht erschweren würde. Gleichzeitig betonen sie, dass Bargeld für diejenigen verfügbar bleiben solle, die darauf angewiesen sind, während digitale Zahlungsmethoden stärker genutzt werden sollten.

In der Schweiz geht der Bargeldgebrauch seit Jahren zurück. Immer mehr Menschen bevorzugen Debitkarten oder Mobile-Payment-Apps wie Twint. Die Initianten sehen diesen Wandel als Chance, das Finanzsystem zu modernisieren.

Gegenvorschlag: Keine Beschränkungen für Barzahlungen Ein Gegenentwurf fordert, das bestehende System ohne Einschränkungen beizubehalten. Kritiker der Initiative warnen, dass ein Bargeldlimit die individuelle Freiheit untergraben könnte. Zudem fürchten sie, dass vor allem kleine Unternehmen, die oft mit Bargeld arbeiten, unnötig belastet würden.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat sich in der Debatte neutral verhalten. Sie unterstützt weder die Initiative noch den Gegenvorschlag und überlässt die Entscheidung vollständig den Stimmbürgern. Das Ergebnis wird am 8. März gemeinsam mit anderen nationalen Vorlagen beschlossen.

Entscheidung am 8. März: Balance zwischen Sicherheit und Freiheit Die Abstimmung wird zeigen, ob die Schweiz Barzahlungen auf 100.000 Franken begrenzt. Bei einer Annahme wäre dies ein wichtiger Schritt hin zu digitalen Zahlungen – bei gleichzeitiger Beibehaltung von Bargeld als Option. Das Ergebnis wird auch signalisieren, wie das Land den Spagat zwischen Kriminalitätsbekämpfung und finanzieller Freiheit meistert.

Lesen Sie auch:

Quelle