"Scientology-Speedrun": Warum Jugendliche Sekten-Zentren wie Videospiel-Levels stürmen
Amelie Krüger"Scientology-Speedrun": Warum Jugendliche Sekten-Zentren wie Videospiel-Levels stürmen
Ein neuer TikTok-Trend namens Scientology-Speedrun sorgt derzeit in Deutschland für Aufsehen. Jugendliche stürmen dabei Scientology-Zentren und behandeln die Gebäude wie Level in einem Videospiel – mit dem Ziel, so weit wie möglich vorzudringen.
Die erste dokumentierte Aktion dieser Art fand vergangene Woche in der Berliner Niederlassung in Charlottenburg statt. Seitdem verbreitet sich der Trend rasant in sozialen Medien. Die Herausforderung besteht darin, möglichst tief in die Gebäude der Sekte einzudringen, wobei Stockwerke als 'Levels' und Sicherheitskräfte als Hindernisse betrachtet werden. In Berlin organisierte die lokale Bloggerin @larahertha einen solchen Speedrun im Zentrum an der Otto-Suhr-Allee.
Die Polizei musste eingreifen und warnte die Beteiligten vor rechtlichen Konsequenzen. Gleichzeitig hat der Trend bereits zu Sicherheitsanpassungen an einigen internationalen Standorten geführt. Besonders in den USA wurden an mehreren Scientology-Einrichtungen die Vorkehrungen verschärft.
In Online-Foren wird unterdessen spekuliert, dass der nächste Zielort der Deutsche Bundestag sein könnte. Die Diskussionen zeigen, wie schnell sich solche Aktionen verbreiten und welche Reaktionen sie auslösen. Während der Scientology-Speedrun bei Jugendlichen auf Interesse stößt, ziehen die Vorfälle zunehmend die Aufmerksamkeit von Behörden auf sich. Die verschärften Sicherheitsmaßnahmen an verschiedenen Standorten deuten darauf hin, dass die Organisation auf die ungebetenen Besucher reagiert – doch ob der Trend damit gestoppt wird, bleibt abzuwarten.






