Sechs belarussische Gemeinden plötzlich ohne Priester – Bischof bestätigt Entlassungen
Lukas FrankeSechs belarussische Gemeinden plötzlich ohne Priester – Bischof bestätigt Entlassungen
Sechs Gemeinden im westlichen Belarus sind derzeit ohne Priester, nachdem zwei langjährige Seelsorger ihrer Ämter enthoben wurden. Bischof Antoni Dziemianko bestätigte, dass die Geistlichen nicht freiwillig gegangen seien. Die Diözese kämpft damit, die Lücken zu schließen, sodass Gemeinden in drei Bezirken ohne regelmäßige seelsorgerische Betreuung zurückbleiben.
Pater Paweł Kruczak hatte 13 Jahre lang in Iwanawa, Drahitschyn und Bjassjedsy gewirkt. Pater Adam Strączynski verbrachte elf Jahre im Dienst der Gemeinden in Iwazewitschy, Kosawa und Wolza. Beide Priester erhielten kürzlich keine Erlaubnis mehr, ihre Arbeit fortzusetzen.
Die Entscheidung hinterlässt die Pfarreien in Drahitschyn, Iwanawa und Iwazewitschy ohne geistliche Betreuung. Bischof Dziemianko betonte die Schwierigkeiten, in der gesamten Diözese eine kontinuierliche seelsorgerische Versorgung aufrechtzuerhalten. Ein Mangel an einheimischen Priestern mache es unmöglich, die entlassenen Seelsorger zu ersetzen.
Der Bischof nannte keine Gründe für das Amtsverbot der beiden Priester. Er erklärte lediglich, dass ihr Ausscheiden nicht auf eigenen Wunsch erfolgt sei.
Da keine unmittelbaren Nachfolger zur Verfügung stehen, steht den betroffenen Gemeinden eine ungewisse Zukunft bevor. Die Diözese muss nun Wege finden, trotz des anhaltenden Priestermangels spirituelle Begleitung anzubieten. Die Gemeinden in den drei Bezirken werden sich an das Fehlen ihrer langjährigen Seelsorger gewöhnen müssen.






