Sheinbaum reformiert IPN-Direktorwahl: Öffentliche Konsultation statt Geheimverfahren
Amelie KrügerSheinbaum reformiert IPN-Direktorwahl: Öffentliche Konsultation statt Geheimverfahren
Präsidentin Claudia Sheinbaum Pardo hat Änderungen bei der Auswahl des nächsten Direktors des Nationalen Polytechnischen Instituts (IPN) angekündigt. Statt eines geschlossenen Verfahrens wird der Prozess nun eine öffentliche Konsultation und eine Vorauswahl von drei Kandidaten umfassen. Mit diesem Schritt soll die Transparenz und die Mitwirkung der Institutsgemeinschaft bei der Entscheidungsfindung gestärkt werden.
Die Präsidentin bestätigte, dass Bildungsminister Mario Delgado einen Vorschlag zur Demokratisierung der Auswahl des künftigen IPN-Leiters vorlegen wird. Im Rahmen einer internen öffentlichen Befragung werden drei Finalisten ermittelt. Aus diesen wird das Wissenschaftssekretariat anschließend den geeignetsten Kandidaten für die Leitung des IPN auswählen.
Sheinbaum Pardo ging auch auf Bedenken hinsichtlich der aktuellen Führung ein. Sie forderte den amtierenden Direktor, Arturo Reyes Sandoval, auf, die Schließung der Stiftung Politécnico zu erklären und sich zu den Vorwürfen möglicher Korruption zu äußern. Trotz dieser Vorfälle bekundete sie Reyes Sandoval während der Übergangsphase weiterhin ihre Unterstützung.
Das neue Verfahren stellt einen Bruch mit früheren Ernennungen dar und räumt der IPN-Gemeinschaft eine direkte Mitsprache bei der Wahl des nächsten Direktors ein. Die endgültige Entscheidung über die Institutsleitung erfolgt in einem zweistufigen Prozess: Zunächst wird durch eine öffentliche Abstimmung die Kandidatenauswahl eingegrenzt, anschließend trifft das Wissenschaftssekretariat die Auswahl. Die Anweisungen der Präsidentin zielen darauf ab, eine größere Rechenschaftspflicht und Offenheit in der künftigen Führung des IPN zu gewährleisten. Das Ergebnis wird bestimmen, wer das IPN nach der Amtszeit des aktuellen Direktors leiten wird.






