20 April 2026, 21:10

Studierende besetzen mexikanischen Uni-Campus nach Femiziden und fordern mehr Sicherheit

Eine Gruppe von Menschen demonstriert vor einem Gebäude auf dem Campus der University of Michigan, wobei sie Schilder halten und einige Kameras und Taschen tragen.

Studierende besetzen mexikanischen Uni-Campus nach Femiziden und fordern mehr Sicherheit

Studierende der Autonomen Universität des Bundesstaates Mexiko (UAEM) besetzen seit über einer Woche den Campus Chamilpa. Die Proteste folgen auf jüngste Femizide und fordern strengere Sicherheitsvorkehrungen auf dem Gelände. Die Universitätsleitung hat nun als Reaktion auf die Demonstrationen einen Sicherheitsplan vorgelegt.

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In einem Schreiben an die besetzenden Studierenden wurde der "Umfassende Universitäts-Sicherheitsplan" dargelegt. Das von der UAEM-Rektorin Viridiana León Hernández unterzeichnete Dokument enthält Vorschläge wie die Installation von Überwachungskameras und Notrufknöpfen. Zudem wurden die Studierenden zu offiziellen Gesprächen eingeladen, die für Dienstag angesetzt sind.

Pablo Tamez Ponce, ein Student der Universität, begrüßte den Vorschlag der Universitätsleitung, wies jedoch auf weiterhin bestehende Probleme hin. Er betonte die Notwendigkeit einer besseren Beleuchtung in kritischen Bereichen des Campus. Tamez Ponce kündigte zudem an, mit Kommiliton:innen Diskussionen zu organisieren, um eine gemeinsame Antwort zu formulieren.

Die Initiative findet bereits Unterstützung bei Studierenden der Fakultäten für Rechnungswesen, Betriebswirtschaft und Informatik. Die besetzende Gruppe hat auf die Einladung zum Dialog jedoch noch nicht reagiert. Tamez Ponce stellte klar, dass die vorgeschlagenen Maßnahmen die Autonomie der Universität nicht beeinträchtigen würden.

Der Plan wurde nach den Morden an Kimberly und Karol ausgearbeitet, die zu Forderungen nach Maßnahmen gegen geschlechtsspezifische Gewalt auf dem Campus geführt hatten.

Nun wartet der Sicherheitsvorschlag der Universität auf Rückmeldung der protestierenden Studierenden. Bei einer Annahme könnten die Maßnahmen zu einer verbesserten Sicherheitsinfrastruktur auf dem gesamten Campus führen. Die für Dienstag geplanten Gespräche könnten den weiteren Verlauf der Besetzung entscheiden.

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