Titanic-Schwimmweste für Rekordpreis von 770.000 Euro versteigert
Eine Schwimmweste, die von einer Überlebenden der Ersten Klasse der Titanic getragen wurde, ist bei einer Auktion im Vereinigten Königreich für den Rekordpreis von 770.000 Euro verkauft worden. Das seltene Stück, das einst Laura Mabel Francatelli gehörte, übertraf die Erwartungen bei Weitem. Auch andere Artefakte der Titanic, darunter ein Rettungsbootkissen und eine goldene Taschenuhr, erzielten hohe Summen.
Die von Fosbery & Co gefertigte Schwimmweste verfügt über zwölf Leinentaschen, die mit Kork gefüllt sind. Sie blieb jahrzehntelang im Besitz von Francatellis Familie, bevor sie von einem privaten Sammler erworben wurde. Es handelt sich um eine der wenigen erhaltenen Schwimmwesten von Titanic-Passagieren und die einzige, die jemals versteigert wurde.
Das endgültige Gebot von 770.000 Euro lag fast dreimal so hoch wie der Startpreis von 287.000 Euro. Die Weste war von acht Überlebenden aus Rettungsboot Nr. 1 signiert worden, was ihren historischen Wert zusätzlich steigert. Ein Titanic-Museum in den USA sicherte sich den Zuschlag.
Bei der Auktion erzielte zudem ein Rettungsbootkissen einen Preis von 448.000 Euro, während eine goldene Taschenuhr, die einem ertrunkenen Passagier gehört hatte, für 206.000 Euro verkauft wurde. Andrew Aldridge, Geschäftsführer des Auktionshauses, erklärte, die hohen Preise spiegelten die anhaltende öffentliche Faszination für die Titanic und ihre Geschichten wider.
Die Schwimmweste wird nun Teil einer Titanic-Ausstellung in den Vereinigten Staaten sein. Die Auktionsergebnisse unterstreichen die ungebrochene Nachfrage nach Gegenständen, die mit dem historischen Schiff verbunden sind. Francatellis Weste stellt dabei eine besonders seltene und greifbare Erinnerung an die Katastrophe dar.






