Trigema-Erbin warnt vor Lohnnebenkosten und zweifelt an 1.000-Euro-Prämie
Amelie KrügerTrigema-Erbin warnt vor Lohnnebenkosten und zweifelt an 1.000-Euro-Prämie
Bonita Grupp, Erbin des Modeimperiums Trigema, hat sich zu Steuerpolitik und Arbeitskosten geäußert. Sie warnte, dass steigende Lohnnebenkosten Unternehmen bald überfordern könnten. Gleichzeitig zeigte sie sich unter bestimmten Bedingungen offen für eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes.
Grupp kritisierte die von der Regierung neu beschlossene steuerfreie Prämie von 1.000 Euro für Arbeitnehmer als irreführend. Diese wecke falsche Erwartungen und werde zudem aus den Taschen anderer finanziert, argumentierte sie. Trigema selbst hat noch nicht entschieden, ob das Unternehmen die Prämie an seine Belegschaft auszahlen wird.
In der allgemeinen Steuerdebatte sprach sich Grupp für eine moderate Anhebung des Spitzensteuersatzes aus – allerdings nur, wenn dies durch Entlastungen an anderer Stelle ausgeglichen werde. Ihre Hauptsorge gelten weiterhin die wachsenden Lohnnebenkosten, die sie als potenziell existenzbedrohend für Unternehmen bezeichnete.
Grupps Äußerungen verdeutlichen die Spannung zwischen Lohnanreizen und wirtschaftlicher Tragfähigkeit von Betrieben. Trigemas Haltung zur 1.000-Euro-Prämie bleibt vorerst unklar und spiegelt die allgemeine Unsicherheit wider. Ihre Bereitschaft, höhere Steuern für Besserverdiener in Erwägung zu ziehen, steht unter dem Vorbehalt umfassender wirtschaftspolitischer Anpassungen.






