Trumps umstrittene YMCA-Show bei Amtseinführung trotz Band-Proteste
Bei den Amtseinführungsfeierlichkeiten 2025 von Donald Trump trat eine Version der Village People mit ihrem Hit YMCA auf – trotz der Proteste der Originalband. Der Song, bekannt für seinen übertriebenen Disco-Rhythmus, ist längst zu einem festen Bestandteil von Trumps Wahlkampfveranstaltungen geworden, auch wenn nicht alle in seinem Umfeld begeistert sind. Besonders Melania Trump hat ihre Ablehnung des Tanzes bereits mehrfach deutlich gemacht.
Der Streit um den Song reicht Jahre zurück. Bereits 2023 schickte der Manager der Village People an Trump eine Unterlassungserklärung und forderte ihn auf, ihre Musik nicht länger bei politischen Veranstaltungen zu nutzen. Auch der ehemalige Bandmitglied Jim Newman betonte damals, dass die ursprüngliche Gruppe niemals einem Auftritt bei einer Trump-Kundgebung zustimmen würde.
Während des Wahlkampfs 2024 beendete Trump über 110 Veranstaltungen mit seiner markanten YMCA-Choreografie, manchmal sogar angereichert mit einer Golfschwung-Bewegung. Seine Frau jedoch kritisierte dies wiederholt. Melania Trump bezeichnete den Tanz als „unpräsidial“ und bat ihn, damit aufzuhören – wenn sie auch einräumte, ihn „zu bestimmten Zeiten“ zu mögen. Sogar bei Trumps Amtseinführung 2021 machte sie mit und führte die Bewegungen an seiner Seite aus.
Trump hat die Ablehnung seiner Frau öffentlich eingeräumt. Dennoch bleibt der Song, dessen Text angeblich homosexuelle Begegnungen in einem YMCA thematisiert, ein Publikumsmagnet bei seinen Auftritten.
Der Auftritt zur Amtseinführung 2025 schreibt den anhaltenden Konflikt um den Hit fort. Während sich die ursprünglichen Village People weiterhin von Trumps Nutzung ihrer Musik distanzieren, bleibt der Track ein fester Bestandteil seiner Veranstaltungen. Der ehemalige Präsident zeigt keine Anzeichen, die Routine aufzugeben – trotz des Widerstands sowohl der Band als auch seiner eigenen Frau.






