VBZ schreibt 200 neue Busse für 300 Millionen Franken aus – Ende einer Ära mit Hess
Amelie WeberVBZ schreibt 200 neue Busse für 300 Millionen Franken aus – Ende einer Ära mit Hess
Zürchs Verkehrsbetriebe VBZ schreiben 200 neue Fahrzeuge aus
Der Zürcher Verkehrsverbund VBZ startet eine große Ausschreibung für bis zu 200 neue Fahrzeuge, darunter 100 Elektrobusse und 100 Oberleitungsbusse. Das Gesamtvolumen des Auftrags beläuft sich auf knapp 300 Millionen Franken. Der Schritt folgt anhaltenden Problemen mit den aktuellen Lieferanten Hess und MAN, die mit Lieferverzögerungen und Leistungsmängeln zu kämpfen haben.
Jahrzehntelang setzte die VBZ auf den Schweizer Hersteller Hess, den einzigen heimischen Busproduzenten des Landes. In den vergangenen 20 Jahren kaufte das Unternehmen über 110 Fahrzeuge des Herstellers. Doch jüngste Schwierigkeiten mit Hess' Elektrobussen sowie betriebliche Rückschläge veranlassten die VBZ nun, nach Alternativen Ausschau zu halten.
Die Lage verschärfte sich, nachdem Hess sein Werk in Minsk, Belarus, aufgrund des Ukraine-Kriegs schließen musste. Dieser Schritt führte zu weiteren Lieferverzögerungen. Auch der deutsche Hersteller MAN sah sich wegen ähnlicher Probleme Kritik ausgesetzt.
Nun öffnet die VBZ die Ausschreibung für internationale Wettbewerber. Zwar gelten chinesische Busse als mögliche Option – oft zu günstigeren Preisen –, doch die endgültige Entscheidung wird Kosten und Zuverlässigkeit gegeneinander abwägen. Für die Elektrobusse sind rund 140 Millionen Franken veranschlagt, für die Oberleitungsbusse etwa 160 Millionen Franken.
Die Ausschreibung markiert einen Einschnitt für die VBZ nach Jahren der Zusammenarbeit mit Hess. Mit fast 300 Millionen Franken auf dem Spiel strebt der Betreiber an, zuverlässigere Fahrzeuge zu beschaffen. Das Ergebnis wird zeigen, ob ausländische Hersteller – darunter auch chinesische Unternehmen – in die Zürcher Verkehrsflotte Einzug halten.






