28 March 2026, 06:06

Warum schweigen Deutschlands Fußballer noch immer zum Thema LGBTQ+?

Ein pinkes Herz mit drei gleich hohen horizontalen Streifen in Pink, Weiß und Rot, das die Transgender-Flagge und die LGBTQ+-Gemeinschaft symbolisiert.

Warum schweigen Deutschlands Fußballer noch immer zum Thema LGBTQ+?

Stand März 2026 hat sich kein aktiver Spieler in den drei höchsten Fußballligen Deutschlands öffentlich als LGBTQ+ geoutet. Das Schweigen hält an, obwohl die Forderungen nach mehr Offenheit im Sport immer lauter werden. Unterdessen hat sich der ehemalige Präsident des FC Bayern München, Uli Hoeneß, gegen das anhaltende Tabu rund um Homosexualität im Männerprofifußball ausgesprochen.

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Hoeneß kritisierte kürzlich die Kultur im Männerfußball und beschrieb schwule Spieler als Menschen, die noch immer "wie Außerirdische" behandelt würden. Er betonte, er würde einen schwulen Trainer beim FC Bayern München voll und ganz unterstützen – für ihn sei die sexuelle Orientierung kein Thema. Seine Äußerungen folgen auf das Coming-out von Christian Dobrick, dem U19-Trainer des FC St. Pauli, der sich als schwul geoutet hat.

Auch Fangruppen fordern seit Langem eine offenere Haltung gegenüber Homosexualität im Fußball. Im Frauenfußball hingegen spielt die sexuelle Orientierung der Spielerinnen schon lange keine Rolle. In den Männerligen bleibt das Thema dagegen weitgehend unangetastet.

Aktuell gibt es weder in der Bundesliga noch in der 2. oder 3. Liga einen öffentlich geouteten schwulen Spieler. Diese fehlende Repräsentation unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen für LGBTQ+-Personen im Profifußball.

Das Fehlen geouteter LGBTQ+-Spieler in den deutschen Spitzenligen zeigt, wie langsam der Fußball in Sachen Inklusion vorankommt. Zwar setzen sich Persönlichkeiten wie Hoeneß und Dobrick für einen Wandel ein, doch das Schweigen der aktiven Spieler deutet darauf hin, dass tiefere Barrieren bestehen. Die Debatte über das Thema hält unter Vereinen, Fans und Fußballfunktionären weiterhin an.

Quelle